Der Digitalradioanbieter Sirius will seine Angebotspalette auf Videoinhalte ausdehnen. Da das Unternehmen besonders bei den Auto fahrenden Abonnenten erfolgreich ist, sollen voraussichtlich ab Mitte 2006 auch Filmprogramme auf den Rücksitzen Einzug halten. Geplant sind zwei oder drei Videokanäle mit Programmen für Kinder. Technologischer Partner für dieses mobile Video-on-Demand-System ist dabei Microsoft mit seinem Windows Media Player. Ursprünglich wollte Sirius schon in diesem Jahr mit einem entsprechenden Service auf den Markt kommen. Der Zeitplan für die Einführung werde jedoch eher von den Kapazitäten und Produktzyklen der Sirius-Partner in der Automobilindustrie diktiert, sagte Unternehmenssprecher Jim Collins.
Die Zusammenarbeit mit den PKW-Herstellern hat sich in den letzten Monaten sowohl für Sirius als auch für Mitbewerber XM als äußerst fruchtbar erwiesen. Je mehr Firmen ihre Fahrzeuge mit der nötigen Hardware ausstatten, desto schneller wächst die Abonnentenzahl bei den Digitalfunkern. Die Ausweitung ins Videogeschäft war ein logischer Schritt: Bereits heute zählen DVD-Player zu den meistgeorderten Ausstattungsextras bei US-Neuwagen. Viele Hersteller rüsten ihre Modelle auch serienmäßig mit Flachbildschirmen und Playern aus. In diesem Zusammenhang dürfte auch eine erweiterte Zusammenarbeit mit dem Ford-Konzern ein zusätzliches Geschäft für Sirius bringen: 21 neue Fahrzeugtypen sollen künftig ab Werk mit Sirius-Empfängern ausgestattet werden. Das dürften rund eine Mio. Autos innerhalb von zwei Jahren sein, schätzen Experten. Dabei setzen Ford und Sirius gleichzeitig auf Massenvehikel wie den SUV Explorer und Luxus-Pick-ups wie den Lincoln Mark LT.





