Bei T-Online geht man davon aus, dass der Digitalvertrieb von Musik bereits im nächsten Jahr für Umsätze in zweistelliger Millionenhöhe sorgen wird. Thorsten Schliesche, Senior Manager Produktmarketing eCommerce bei T-Online, schätzt das Marktvolumen für 2005 auf „zwölf bis 15 Mio. Euro“. Damit die Branche dieses Potenzial voll ausschöpfen kann, müssten aber noch ein paar Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Ein „wesentlicher Punkt“ sei, dass „Käufer legaler Lieder nicht länger schlechter gestellt“ werden, als illegale Downloader, so Schliesche gegenüber Tonspion.de.
„Hierfür ist eine Standardisierung von Formaten und Kopierschutzmechanismen zwingend erforderlich – heute kann ein Kunde bei iTunes erworbene Titel nicht auf einen Player überspielen, der Musicload-Stücke wiedergeben kann und umgekehrt.“ Dies sei für Kunden nicht zu verstehen und führe zu einer Nichtnutzung bzw. der Rückkehr zu Tauschbörsen. Außerdem müssten alle Beteiligten im Download-Geschäft „an einem Strang ziehen“, um die Kosten für einzelne Titel zu reduzieren. Einen Anteil am wachsenden Download-Umsatz könnten laut Schliesche bald auch legale P2P-Anwendungen haben. Bereits im nächsten Jahr rechnet der Musicload-Chef mit ersten brauchbaren Entwicklungen dieser Art. Schon heute gebe es einige interessante Konzepte im Bereich Super-Distribution.






