Recorded & Publishing

Schartau sucht Sprachrohr

Beim 4. Kulturwirtschaftstag NRW rief der Arbeits- und Wirtschaftsminister des Landes, Harald Schartau, Künstler und Musikbranche auf, als „Sprachrohr für die regionale Wirtschaft“ tätig zu werden. Denn das Bundesland weise eine „vielfältige Musikbranche“ auf.

Beim 4. Kulturwirtschaftstag NRW rief der Arbeits- und Wirtschaftsminister des Landes, Harald Schartau, prominente Künstler und Vertreter der Musikbranche auf, als „Sprachrohr für die regionale Wirtschaft“ tätig zu werden: Dieser ehrenamtliche Arbeitsplatz sei noch zu vergeben, meinte Schartau. Zwar bedauerte der Minister bei seinem Grußwort im Kölner Palladium den Weggang der Popkomm, begrüßte aber die Überlegungen, in Köln parallel zum Ringfest eine neue Musikkonferenz zu organisieren: „Die Musik- und Musikveranstaltungsunternehmen unseres Landes brauchen eine solche Plattform für Diskussion und Austausch. Der Weggang der Popkomm ist sicherlich schmerzlich, aber er bietet auch die Chance, jetzt etwas ganz Neues auf die Beine zu stellen.“ Der Minister präsentierte außerdem neue Zahlen zum Tonträgermarkt in NRW: Vom Umsatz der Musikindustrie in Höhe von einer Mrd. Euro entfielen laut Schartau rund 470 Mio. Euro auf das Bundesland: „Damit hat Nordrhein-Westfalen seine Stärken in der Kreativszene und im Live-Musikmarkt deutlich ausspielen können.“ Die Keynote-Rede zum Kulturwirtschaftstag hält Warner-Chef Bernd Dopp, ein weiterer Beitrag stammt von Gerd Gebhardt, dem Vorsitzenden der Phonoverbände. Zu den Referenten und Panel-Teilnehmern gehören zudem DJ Moguai, Gun-Chef Wolfgang Funk, „Spex„-Chefredakteur Uwe Viehmann und Viva-CEO Dieter Gorny.