Recorded & Publishing

Santana und Antonio L.A. Reid zu Gast bei BMG Ariola München

Für einen Tag stand die bayrische Landeshauptstadt ganz im Zeichen der BMG-Division Arista. Ein Showcase von Carlos Santana und eine Clipshow von Arista-Chef Antonio L.A. Reid verdeutlichten den Stellenwert der Firma.

Das Motto des Arista-Gipfeltreffens, zu dem zahlreiche Vertreter der Medien und des Handels aus ganz Deutschland eingeladen waren, lautete „Make the Music happen“. Und es ging in der Tat vor allem um das breite musikalische Spektrum des Labels. „Arista steht für harten Rock ebenso wie für HipHop“, meinte Antonio L.A. Reid, President Arista Records. „Wir kümmern uns um eine junge Künstlerin wie Dido ebenso engagiert wie um Barry Manilow. Und gerade diese Vielfalt macht es für mich immer wieder spannend, für Arista zu arbeiten.“ Reid war auf Einladung von Jan Bolz, Managing Director der BMG Ariola München, an die Isar gekommen. „Vor über einem Jahr haben wir mit Clive Davis den Start von J Records mit einer ähnlichen Veranstaltung gefeiert“, erläutert Frank Briegmann, stellvertretender Geschäftsführer BMG Ariola München. „Dieser Erfolg hat uns veranlasst, eine ähnliche Veranstaltung mit Arista zu machen.“ Arista sei für BMG Ariola München der wichtigste internationale Partner, sagt Briegmann: „Nicht nur wegen der Künstler, sondern auch wegen der engen partnerschaftlichen Beziehung, die wir pflegen. Die Zusammenarbeit ist einfach hervorragend. Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass L.A. Reid erstmalig nach Deutschland gekommen ist, um den Arista-Künstlerstamm vorzustellen.“

Reid lieferte in einer zweistündigen Show einen Überblick über die derzeitigen Topseller der Firma – Pink, Avril Lavigne, TLC, Toni Braxton – wie auch über die heißesten neuen Arista-Acts wie Blu Cantrell oder The Clipse. Dabei hielt er mit seiner Begeisterung für die Musik und für die Arista-Künstler nicht hinter dem Berg: „Ich kann keine Platten veröffentlichen, bei denen ich selbst kein gutes Gefühl habe.“ In diesem Zusammenhang äußerte sich Reid kritisch über den Zustand der Musikszene: „Unser Problem ist, dass sich die Qualität der Musik verändert hat: Die Melodien bleiben nicht mehr hängen, und damit geht die emotionale Bindung verloren.“ Doch er betonte auch: „Eine Wende zum Besseren zeichnet sich schon ab.“ Immerhin gingen, so Reid, in den USA in der Thanksgiving-Woche 21 Millionen Alben über die Ladentische, deutlich mehr als im Vorjahr. Optimistisch zeigte er sich in Bezug auf Whitney Houston und Santana, von dessen Live-Potenzial sich das Fachpublikum am Abend überzeugen konnte.