Recorded & Publishing

Roxio vor Übernahme von pressplay

Die amerikanische Software-Firma Roxio ist offenbar kurz davor, den Online-Musikservice pressplay zu übernehmen.

Die amerikanische Software-Firma Roxio ist offenbar kurz davor, den Online-Musikservice pressplay zu übernehmen. Roxio soll sich Medienberichten zufolge mit den pressplay-Gründern Universal Music und Sony Music auf einen Kaufpreis von 30 Millionen Dollar, zahlbar in bar und Aktien, geeinigt haben. Roxio hatte Ende 2002 aus der Konkursmasse für fünf Millionen Dollar den Namen, die Warenzeichen, den Domain-Namen, Technologie-Patente sowie die Adressbestände der einst beliebtesten Internettauschbörse Napster erworben. Im Februar kündigte Roxio dann an, bis zum Jahresende Napster auf einer legalen Basis wiederzubeleben. Es wird jetzt erwartet, dass Roxio die pressplay-Software verbessert, um Napster-Elemente erweitert und unter dem Namen Napster ins Internet bringt. pressplay ging im Sommer 2001 erstmals an den Start und hat seitdem gerade einmal 50.000 Abonnenten für den Musikdienst gewinnen können. Kritiker werfen dem Angebot vor, durch allzu rigide Einschränkungen beim Handling mit den Songs Kunden abgeschreckt zu haben. So gibt es bei pressplay im Gegensatz zum sehr erfolgreichen iTunes Music Store von Apple Songs zunächst nur im Abonnement; für den dauerhaften Erwerb der Titel müssen Nutzer 5,95 Dollar für fünf Songs hinblättern. Sony und Universal haben Schätzungen zufolge jeweils rund 30 Millionen Dollar in pressplay investiert. Der anstehende Verkauf zeigt, welche Perspektiven sich Universal und Sony noch für ein eigenes Geschäftsmodell mit Musikdownloads ausrechnen. Roxio wurde durch die Software „Easy CD“ und „DVD Generator“ bekannt, die weltweit auf rund 100 Millionen Rechnern läuft.

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