Die Radiosender in Deutschland machen keine Hits mehr, findet Universal-Chef Tim Renner. So diktierte er es dem Hamburger Nachrichtenmagazin „Spiegel“ ins Interview. Speziell die elektronische Musikszene aus Deutschland, die im Ausland besonderen Status genieße, sei in ihrer Heimat unterbewertet, „weil deutsche Radios fast nie diese Musik spielen“. So würden „Riesentalente“ wie Maximilian Hecker, Märtini Brös. sowie Szenen um Labels wie Kompakt oder Gigolo daran scheitern, „dass zwar viel über sie geschrieben wird, sie aber im Fernsehen und Radio praktisch nicht vorkommen“. Das betrachte er gerade in Zeiten, in denen der „Markt wackelt wie blöd“, mit Sorge. Die wichtigste Plattform für Musik habe sich unter privatwirtschaftlichem Druck zum Hintergrundmedium degradiert: „Um möglichst hohe Zuhörerquoten zu schaffen, wird der kleinste gemeinsame Nenner gesendet. Das Gegenteil von aufregender, authentischer Musik“, so Renner. Zumindest öffentlich-rechtliche Sender müssten versuchen, das Medium wieder relevant zu machen.
Renner attackiert Radios
Radios in Deutschland machen keine Hits mehr, findet Universal-Chef Tim Renner. Zumindest öffentlich-rechtliche Sender müssten versuchen, das Medium wieder relevant zu machen.






