“Durch unsere Aktivitäten mit ‚Deutschland sucht den Superstar‘ wird in diesem Jahr mit Sicherheit unsere Performance weiterhin weit über dem Durchschnitt liegen“, prophezeit André Selleneit, Managing Director BMG Berlin, für das Jahr 2003. Die ersten Quartalszahlen für das laufende Jahr geben Selleneit recht, denn es sind vor allem die Tonträger zu und aus dem Umfeld der RTL-Casting-Show, die BMG-Berlin und dem gesamten Musikarm des Bertelsmann-Konzern zu einem deutlich gewachsenen Charts-Anteil im ersten Quartal verhelfen. Im wichtigen Bereich der Longplayer verdoppelt BMG seinen Wert beinahe von 11,93 Prozent auf 20,51 Prozent – und verbessert sich damit vom fünften auf den dritten Rang bei den Major-Konzernen.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist in dieser Kategorie auch EMI dank Herbert Grönemeyer, Robbie Williams und Norah Jones mit einem Prozentsatz von 21,07 Prozent (Vorjahr 16,59 Prozent) nach oben geschnellt. Die Kölner springen vom vierten auf den zweiten Rang und rücken damit näher zu Universal auf. Universal-Chef Tim Renner und die Seinen bleiben zwar Marktführer, müssen aber erneut ein paar Prozentpunkte einbüßen.
BMG hingegen kann nicht nur bei den Singles punkten, wo sich die Bertelsmänner vom dritten auf den zweiten Platz schieben, sondern vor allem im nationalen Bereich, wo sie bei den langen wie kurzen Tonträgern den bisherigen Spitzenreiter Universal vom Thron stoßen. Hier sorgte BMG Berlin mit deutlichen Zugewinnen für das hervorragende Abschneiden von BMG. Der „Superstar“-Erfolg schlägt sich auch in der Label-Wertung durch. Hier schnellt Hansa, wo die CDs zur TV-Sendung wie auch Bohlens weitere Produktionen erscheinen, bei den Longplays von Rang 36 auf drei, und bei den Singles von Platz zwölf auf die Pole Position. Das Geld, das die jugendliche Zielgruppe allerdings in ihre „Superstars“ investierte, fehlte dann im Compilation-Markt. In diesem Segment müssen alle Companies Rückgänge um bis zu zwei Prozentpunkte hinnehmen.






