Die gebürtige Münsteranerin zeigt sich von Grönemeyers neuestem Erfolg überwältigt: „In drei Monaten über zwei Millionen verkaufte Alben nur in Deutschland – das sind Dimensionen, die nicht zu begreifen sind. Unpackbar.“ Dabei ist Claudia Kaloff, die nach einem kurzen Studium der Theaterwissenschaften in Wien 1982 beim Düsseldorfer Label Atatak arbeitete und dann 1984/1985 Die Ärzte managte, einiges gewöhnt. Immerhin ist sie bereits seit dem Sommer 1992 für Herbert Grönemeyer tätig. „Ich mache für ihn alles, was markenstrategisch mit Personal Identity zu tun hat“, sagt sie, „Positionierung, Strategie und Konzeption“.
In enger und sehr guter Zusammenarbeit mit dem Team von Capitol/EMI kümmert sich Claudia Kaloff um Kommunikation, Planung und Vermarktung von Grönemeyers Produkten. Bei der Plattenfirma kennt sie sich ziemlich gut aus, denn sie arbeitete ab Oktober 1985 als Pressepromoterin bei EMI International; 1990 übernahm sie die Promotionleitung, bevor sie sich 1992 selbstständig machte. Mit Kaloff Artist Relations macht sie Künstlerberatung und -management, Marketingberatung, Strategie und Konzeption, sowie PR und bei Bedarf auch Internetauftritte und Artbuying für die Realisation. Einen großen Teil ihrer Ressourcen dürfte freilich Grönemeyer in Anspruch nehmen, zumal wenn er ein neues Album veröffentlicht. Denn es kommen diverse andere organisatorische Tätigkeiten hinzu. Bei „Mensch“ war die Wahlberlinerin für Timing, VÖ- und Kampagnenplanung sowie PR zuständig. Wie gestaltet sich für Claudia Kaloff die Zusammenarbeit mit Grönemeyer? „Wir sehen uns selten, telefonieren aber dauernd“, sagt sie. „Wir sind ein eingespieltes Team, jeder hat seine Zuständigkeiten, arbeitet selbstständig. Ich entwickle die notwendigen Dinge und schlage Herbert dann vor, was wir machen könnten oder sollten. Wir diskutieren das – dann wird bei EMI präsentiert.“
Info:
Kaloff Artist Relations Tel.: 0 30/88 68 38-17 E-Mail: [email protected]
Kostproben vom Album „Mensch“ bekam sie aber erst bei der EMI-Präsentation zu hören. Ihre erste Reaktion fiel „sehr aufgeregt“ aus, sagt sie: „Ich war hin und her gebeutelt zwischen totaler Freude, Traurigkeit und Hochachtung.“ Und was findet Claudia Kaloff am Menschen Grönemeyer faszinierend? „Diese unbändige Energie, er ist klug, straight, irre albern. Und er ist ein prima Vater.“ Neben Grönemeyer bleibt Claudia Kaloff noch Zeit, mit weiteren Künstlern zu arbeiten. So betreut sie die Schauspieler Jonas Hartmann und Oskar Melzer, seit kurzem die Gruppe Terranova und die Moderatorin und Schauspielerin Nora Tschirner.





