Während der Fachkongress MidemNet in Cannes ausführlich über die Chancen des nonphysischen Vertriebs und die Hindernisse auf dem Weg zu einem legalen Online-Angebot debattierte, will die geplante gemeinsame Download-Plattform für deutsche Firmen nicht so recht in Gang kommen. Allerdings – so die Planung – soll die große Website zum legalen Herunterladen noch in diesem Jahr Wirklichkeit werden. Diese Hoffnung äußerte Gerd Gebhardt, Vorsitzender der Phonoverbände, bei der größten Branchenmesse der Welt. Einigkeit herrscht intern bereits über die technische Basis: , soll als Vorlage dienen, heißt es. Doch Detailfragen (Abrechnungsmodus, Brennbarkeit der Files, Verteilung der Erlösanteile auf Verlage und Labels) bremsen den Elan aller Beteilgten noch. „Hier haben wir noch keine Einigung erzielt“, so Gebhardt in Cannes. Größter Hemmschuh scheint laut Insidern die Finanzierung zu sein: Die Infrastruktur von popfile.de stammt von der Deutschen Telekom, die nicht nur am zu erwartenden Traffic einer firmenübergreifenden Plattform mitverdienen will, sondern wohl auch eine Investitionsgarantie von den Plattenfirmen erwartet. Bei dieser Frage halten sich Verbandsvertreter jedoch sehr bedeckt, offenbar redet man auch mit anderen Providern. Zugestehen will Gebhardt indes, dass das Kostenargument beim nonphysischen Vertrieb ein Mythos ist: „Das ist teurer als der normale CD-Vertrieb, zumindest in der Anfangsphase.“ Besonders die Kosten für den Einsatz von DigitalRights Management und Kopierschutz würden oft unterschätzt. „Illegale Tauschbörsen interessiert so etwas nicht.“
„popfile.de für alle“ lässt noch auf sich warten
Während der Fachkongress MidemNet in Cannes ausführlich über die Chancen des nonphysischen Vertriebs und die Hindernisse auf dem Weg zu einem legalen Online-Angebot debattierte, will die geplante gemeinsame Download-Plattform für deutsche Firmen nicht so recht in Gang kommen.






