Recorded & Publishing

Pockit! Disc kämpft um branchenweite Anerkennung

Rund zwei Monate nach Einführung des neuen Single-Formats Pockit! Disc (PID) sehen sich die Initiatoren Sony Music und Universal auf dem richtigen Weg. Nun geht es beiden Firmen darum, aus dem Feldversuch ein Regelformat zu machen.

Rund zwei Monate nach Einführung des neuen Single-Formats Pockit! Disc (PID) sehen sich die Initiatoren Sony Music und Universal Music auf dem richtigen Weg. Nun geht es für die beiden Majors darum, aus dem Feldversuch mit der Drei-Inch-CD ein Regelformat zu machen. Mit den bisherigen Verkaufserfolgen zeigen sich die Verantwortlichen der zwei Berliner Firmen jedenfalls zufrieden: „Die PID-Quote liegt über 30 Prozent der Gesamtverkäufe“, verkündet Sony-Vertriebschef Wolfgang Orthmayr. „Ein super Ergebnis, zumal das neue Format nicht zu Lasten der Maxi-CD-Verkäufe gegangen ist und es bis dato noch kein flächendeckendes Angebot im Handel gibt.“ Bei einigen Spitzentiteln wurden sogar mehr PIDs verkauft als CD-Maxis. Damit konnte allen Kritikern des kleineren Trägerformats bewiesen werden, dass ein Bedarf bei den Kunden besteht, so Joachim Kirschstein, Managing Director der Universal Marketing Group. Im Gespräch mit musikwoche verteidigt Kirschstein das Konzept: „Wir sind mehr denn je davon überzeugt, dass wir dem CD-M-Markt zusätzlich schaden würden, wenn wir formatgleich nur eine andere Preiskategorie einführen – ohne neues Trägerformat, das sich sichtbar vom bisherigen unterscheidet.“ Inwieweit sich andere Anbieter nun nach den ersten Verkaufsergebnissen von der PID überzeugen lassen, ist weiter fraglich. Heute treffen sich in München die PID-Macher mit führenden Vertretern aus Handel und Industrie, um das weitere Vorgehen zu beraten. „Nachdem wir gezeigt haben, dass die PID eine Chance bietet, hoffen wir natürlich darauf, dass andere – auch die Skeptiker – diese Chance nun nutzen wollen“, so Kirschstein im Interview. Dass preisgünstige Konfigurationen dem Markt Impulse geben können, will auch EMI belegen: In Großbritannien sollen gleich drei verschiedene Formate den Singles-Markt ankurbeln. Wie indes EMI in Deutschland zur PID steht, ist nicht bekannt.

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