Einen neuen Ansatz, um das Tauschen von Musik im Internet auf legale Füße zu stellen, präsentiert die britische Online-Musikfirma PlayLouder. Gemeinsam mit den Software-Entwicklern State 51 will das Unternehmen im Frühjahr 2004 seinen Service PlayLouder MSP (Music Service Provider) starten – einen Breitband-Internetzugang, über den Musikfreunde gegen Zahlung einer Flatrate von 29,99 Pfund (knapp 44 Euro) legal ihre favorisierten Tauschbörsen wie KaZaA oder Morpheus nutzen können. Dies soll durch Lizenzabkommen möglich werden, die PlayLouder im Vorfeld mit den Plattenfirmen und Rechteinhabern schließen will, um dann Tantiemen für alle über die PlayLouder-Leitungen getauschten Songs abführen zu können. Auf diese Art will Firmenchef Paul Hitchman zum Nummer-Eins-Internet-Provider für Musikfans werden. „Wenn AOL und British Telecom das BBC und ITV im Internet sind, dann wollen wir das MTV werden“, erklärte der Geschäftsführer. Von ihrem neuartigen Konzept konnte die Firma bisher unter anderem die Indie-Labels Beggars Banquet, XL Recordings, V2, PIAS und Ninja Tune sowie die britischen Urheberrechtsgesellschaften MCPS und PRS überzeugen. Beggars-Chef Martin Mills meinte, der neue Dienst biete Plattenfirmen „endlich die Möglichkeit, am Filesharing Geld zu verdienen“ und stelle eine „mögliche Lösung für die Plattenindustrie“ dar. Michel Lambot, PIAS-Chef und Vorstand des weltweiten Indie-Verbands Impala, sieht in PlayLouder sogar den perfekten Kompromiss, „auf den Musikfans und Rechteinhaber schon lange warten“. Paul Hitchman verhandelt derzeit mit den Majorfirmen über Lizenzen, und zeigte sich zuversichtlich, bis zum offiziellen Start im ersten Quartal 2004 mindestens einen Major ins Boot zu holen. Der Beta-Test des Systems soll am 1. November beginnen.
PlayLouder macht KaZaA legal
Einen neuen Ansatz, um das Tauschen von Songs im Internet auf legale Füße zu stellen, präsentiert die britische Online-Musikfirma PlayLouder.






