Während der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft konsequent das bekannte Mantra zum Thema PhonoLine wiederholt, dringt aus Vorstandskreisen inzwischen doch zutage, was in der Branche ein offenes Geheimnis ist: Der von Universal Music favorisierte Technologiepartner, die Deutsche Telekom, ist den meisten anderen Verbandsmitgliedern zu teuer. Beim Verband heißt es offiziell zwar immmer noch: „Wir halten weiterhin am Ziel fest, eine branchenweite Downloadplattform zur Verfügung zu stellen.“ Doch gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters wurden ungenannte Branchenkreise deutlicher: Bei der gestrigen Vorstandssitzung seien keine wesentlichen Fortschritte gemacht worden. Universal bestehe weiter auf der Telekom, die ja bereits bei popfile.de als Partner fungierte. „Es gibt wenig Kompromiss-Spielraum. Es sieht eher danach aus, dass es nicht klappen wird“, zitiert Reuters einen Insider. Gegenüber musikwoche äußern manche gar den Verdacht, dass die Telekom-Befürworter wider besseren Wissens auf dem Deal bestehen, obwohl Angebote von anderen Dienstleistern vorliegen, die den Plattenfirmen wesentlich bessere Bedingungen zusagen. Eine Entscheidung, wie es mit PhonoLine weitergehen soll, wird innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet.
PhonoLine steht auf der Kippe
Während der Bundesverband Phono das bekannte Mantra zum Thema PhonoLine wiederholt, dringt aus Vorstandskreisen zutage, was in der Branche ein offenes Geheimnis ist: Der potenzielle Partner Telekom ist vielen zu teuer.






