Manfred Schütz, der Geschäftsführer von SPV, wandte sich deshalb mit einem offenen Brief an die Musikbranche, der die Brisanz des Sachverhalts verdeutlichen soll. musikwoche.de dokumentiert im Wortlaut:
„Sehr geehrte Damen und Herren, in letzter Zeit mehren sich die Angebote von Promotion-CDs über Ebay oder ähnliche Tauschbörsen. Aufgrund unserer Zusammenarbeit mit Ebay konnten wir in einer großen Zahl von Fällen die Anbieter ermitteln. Dabei handelte es sich zum erheblichen Teil um Mitarbeiter des Einzelhandels oder um Medienpartner. Wegen der Vielzahl der Vorfälle haben wir uns dazu entschlossen, einer externen Anwaltskanzlei die juristische Bearbeitung dieser Fälle zu übertragen.
Aus diesem Grund weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die von SPV bemusterten oder über unseren Außendienst oder Telefonverkauf zur Verfügung gestellten Promotionexemplare ausschließlich der Promotion dienen und dem Handel helfen sollen, Dispositionsentscheidungen zu treffen. Sie sind nicht für den Weiterverkauf bestimmt. Wer dennoch über Internettauschbörsen Promotion-CDs zum Verkauf und damit zur persönlichen Bereicherung anbietet, schädigt Künstler, Hersteller und den Handel.
Wir machen die wenigen schwarzen Schafe darauf aufmerksam, dass wir ab sofort im Interesse aller am Verwertungsprozess Beteiligten jegliche illegale Geschäfte rechtlich verfolgen werden. Und wir fordern alle Ehrlichen in unserer Branche auf, uns bei unserem Bemühen zu unterstützen. Die Zeiten sind für alle in unserem Sektor extrem hart und schwer. Niemand kann tatenlos zusehen, wenn sich Einzelne auf Kosten der Ehrlichen bereichern. Deshalb halten wir ein konsequentes Handeln jetzt für notwendig.“






