Nina Protocol startete im Jahr 2021 als unabhängiger Streaming- und Downloaddienst. Seither habe das Unternehmen neue Modelle entwickelt, mit denen Künstler:innen ihre Musik direkt für ihre Fans veröffentlichen können, heißt es auf der Website des Dienstes. Zudem habe das Team Acts dabei unterstützt, ihre Musik zu „kontextualisieren“, die Hörer:innen aus der Rolle des passiven Konsumenten herauszuholen und redaktionelle Expertise in den Mittelpunkt zu stellen.
Damit ist nun Schluss, wie die Verantwortlichen am 28. Mai 2026 auf ihrer Plattform mitteilten. „Wir konnten keine Umsatzstrategie finden, die Nina bei ihrer derzeitigen Größe einen Weg zur Nachhaltigkeit eröffnet hätte“, heißt es auf der Website.
Zuletzt startete man im September 2025 einen Anlauf, um mehr Fans auf die Plattform zu ziehen. Dazu wurde ein Deal mit der Indie-Lizenzplattform Merlin ausgehandelt. Wie es damals hieß, seien in diesem Zuge Tausende Tracks von Hunderten unabhängigen Labels bei dem Streamingdienst verfügbar geworden.
Bis Mitte Juni bleibt die Plattform noch online; Künstler:innen und Fans haben bis Mitte Juli Zeit, ihre Daten zu exportieren. Am 15. Juli 2026 wird Nina Protocol endgültig abgeschaltet.
Beinahe parallel verkündete mit Juno Download ein weiterer Player das Aus. Der vor allem im Bereich elektronischer Musik aktive Download-Shop nennt auf der eigenen Website keine Gründe für das Ende des Angebots. Auch hier könnte die fehlende Wirtschaftlichkeit eine Rolle gespielt haben. Stattdessen verweist man auf ähnliche Dienste wie Traxsource, Beatport, Mixupload oder Volumo.







