In den USA keimen wieder Gerüchte über eine bevorstehende Übernahme der EMI Group. Kaufinteressent soll demnach erneut Bertelsmann sein. Wie die „New York Times“ unter Berufung auf ungenannte Quellen meldete hätten BMG und EMI ihre Gespräche wieder aufgenommen. Aber auch AOL Time Warner gelte wieder als Fusionskandidat. Rückhalt erhalten die Spekulationen, die weder Bertelsmann noch EMI kommentieren wollten, durch die jüngsten Umsatzentwicklungen bei EMI. In den letzten sechs Monaten sank der EMI-Umsatz laut „Hollywood Reporter“ um rund zehn Prozent auf nun 961 Millionen Pfund (1,46 Milliarden Euro). Und nach den Zahlen des US-Charts-Ermittlers SoundScan sank EMIs Marktanteil bei den Alben in den USA von 10,6 Prozent im Jahr 2001 auf nur noch 7,3 Prozent im letzten Jahr. Dadurch sei EMI nach Analysten-Meinung derzeit etwa 3,8 Milliarden Euro wert – nur noch ein Viertel der Summe, die Bertelsmann beim letzten Übernahmeversuch im Jahr 2001 angeblich zu zahlen bereit gewesen wäre. Damals vereitelte eine harte Haltung der EU-Wettbewerbshüter den Zusammenschluss. Allerdings käme eine Übernahme in dieser Größenordnung ungelegen für Bertelsmann. Bereits mit dem überschritten die Gütersloher ihre Überschuldungsgrenze.
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