Die NetCoalition, ein Zusammenschluß von rund 100 amerikanischen Internetprovidern, hat mit einem offenen Brief an den Tonträgerverband RIAA gegen dessen gerichtliches Vorgehen gegen Internetpiraten protestiert. Die RIAA hat in den vergangenen Wochen rund 1000 gerichtliche Vorladungen an Internetnutzer verschickt, die verdächtigt werden, illegal Songfiles aus dem Internet heruntergeladen zu haben. Die Internetprovider sind wiederrum nach einem Gerichtsurteil dazu verpflichtet, die Adressen der User herauszugeben. Die NetCoalition befürchtet nun, dass ihre Mitglieder von der RIAA gezwungen werden, eine Art „Internetpolizei“ zu spielen. Aus den Kreisen der RIAA war zu vernehmen, dass die Internetprovider vielmehr ihre Umsätze – das Downloading von Songs sorgt für eine Auslastung der Bandbreiten der Internetzugänge – gefährdet sehen. Dennoch hat der Verband Gesprächsbereitschaft signalisiert: „Wir sind gesprächsbereit, werden aber den Kampf vor Gericht nicht stoppen“, kommentierte RIAA-Sprecherin Amy Weiss.
Mehr zum Thema (11.08.)






