Recorded & Publishing

Native Instruments nach Insolvenz von Konkurrent inMusic gekauft

Am 27. Januar 2026 überraschte die Meldung, dass Native Instruments beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz anmelden musste, die Musikbranche. Nun ist klar, wie es weitergeht: inMusic, das Unternehmen hinter Marken wie Akai, Moog und M-Audio, hat die in Berlin ansässige Firma gekauft.

Im Jahr 2021 hatte die amerikanische Investmentfirma Francisco Partners das Berliner Unternehmen Native Instruments übernommen. Das Music-Tech-Unternehmen ist für einige legendäre Marken aus dem DJ- und Produktionsbereich wie Komplete, Traktor oder auch die Produkte von Izotope verantwortlich. Bis zum Januar 2026 scheinen die Geschäfte allerdings nicht so ganz nach Plan gelaufen zu sein, denn am 27. Januar musste das Unternehmen am Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz anmelden.

Damals waren noch wenige Details bekannt, einige Beobachter spekulierten lediglich, dass das defizitäre Geschäft nichts mit den Kernprodukten, sondern eher mit zu extremer Expansion und teuren Akquisitionen zusammenhängen würde. Auch über die Zukunft der Marken und Mitarbeitenden war nichts bekannt.

Produzent:innen und DJs können nun offenbar aufatmen, denn inMusic übernimmt Native Instruments. Wie NI-CEO Nick Williams auf dem Blog des Unternehmens mitteilt, habe man eine Vereinbarung über einen Kauf getroffen. Er gibt zudem Entwarnung: „Die Produkte, Plattformen und Marken, auf die Sie vertrauen, bleiben bestehen. Unsere Teams arbeiten weiterhin jeden Tag daran, zu entwickeln, zu liefern und Support zu leisten.“

inMusic ist bekannt dafür, Unternehmen aus dem Bereich der Soft- und Hardware für Produzent:innen und DJs zu übernehmen. CEO Jack O’Donnell kaufte 1992 das DJ-Unternehmen Numark und baute sein Netzwerk infolgedessen immer weiter aus. So gehören heute bekannte Marken wie Alesis, Akai Professional, Denon DJ und Moog zum Unternehmen, das heute inMusic heißt.

Zum Kauf von Native Instruments erklärt O’Donnell: „Unser Versprechen ist einfach: Wir investieren weiterhin in alle Marken und Produktlinien und legen langfristig den Fokus auf Innovationen, die Kreativen auf jeder Ebene zugutekommen. Die Tools, auf die Sie sich heute verlassen, werden weiterhin funktionieren, und die Tools, auf die Sie sich morgen verlassen werden, befinden sich bereits in der Entwicklung.“

Nick Williams ergänzt in seiner Nachricht an die Kund:innen von Native Instruments noch: „Das ist der Neuanfang, auf den wir hingearbeitet haben. Dreißig Jahre lang haben wir Tools für Kreative entwickelt, und nun beginnt ein neues Kapitel mit einem starken Partner, der sich ebenso lange dieser Branche verschrieben hat. Die Treue, die ihr uns in einer der schwierigsten Phasen in der Geschichte von Native Instruments entgegengebracht habt, werden wir nie vergessen. Von den Partnern, die uns unterstützt haben, über die Künstler:innen, die weiter kreativ waren, bis hin zu den Kund:innen, die uns die Treue gehalten haben – vielen herzlichen Dank.“