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Napster schießt Pfeile gegen Microsoft

Die für das Saisongeschäft angekündigte Zune-Plattform von Microsoft sorgt weiter für Unmut bei den Partnern des Unternehmens aus Redmond. So gibt es Kritik an der Interoperabilität des geschlossenen Microsoft-Systems.

Die für November angekündigte Zune-Plattform von Microsoft sorgt weiter für Unmut bei den Partnern des Unternehmens aus Redmond. Die geschlossene Architektur von Playern und Software führe zu zahlreichen Problemen im Zusammenspiel mit bereits existierenden Abspielgeräten und Downloadstores. Diese Sorge drücken zumindest Verantwortliche bei Napster und anderen Marktteilnehmern aus, die auf das PlaysForSure-Gütesiegel setzen.

„Ich bin mir nicht sicher, wie Microsoft all die Probleme lösen will, die Napster und fast alle anderen auf der Microsoft-Technologie basierenden Systeme damit haben, eine weitere Technologie aufpflanzen zu müssen“, beschwerte sich Napster-COO Laura Goldberg auf dem Digital Music Forum West in Los Angeles. Microsoft sei „nicht so nah am Markt wie alle anderen“ und „ziehe die falschen Schlüsse“.

Goldbergs deutliche Worte sind nicht die ersten Unmutsbekundungen von Napster in Richtung Microsoft. „Es steht außer Frage, dass sie in den letzten zwölf Monaten nicht gerade brillant gearbeitet haben“, sagte CEO Chris Gorog bereits im März beim Reuters Global Technology, Media und Telecoms Summit in New York.

Und Napster steht nicht alleine mit der Kritik an den wachsenden Interoperabilitätsproblemen. „Niemand kann ernsthaft behaupten, dass die Konsumenten das gut finden“, erklärte eMusic-CEO David Pakman während des Forums in Los Angeles.

„Für einen wachsenden Musikmarkt ist es nicht unbedingt von Vorteil, ein oder zwei dominante Systeme zu haben“, findet auch Amanda Marks, Executive Vice President von Universal Musics Digitalabteilung eLabs. Sie befürchtet, dass die komplizierte Technik bei durchschnittlichen Konsumenten für Verwirrung sorgen könnte. Microsofts Zune-Player soll am 14. November für 249,99 Dollar (zzgl. MwSt.) in den US-Handel kommen.

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