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Nachgefragt mit Holger Kurschat: „Die Vorwürfe sind abstrus“

Der „Max“-Artikel zur der Charts sieht Holger Kurschat, den Manager von Jeanette Biedermann und Bernhard Brink und Geschäftsführer der KU-BA Show & Produktions GmbH, im Zentrum der Verdächtigungen. musikwoche.de fragte nach.

musikwoche.de: Haben Sie versucht, die Charts zu manipulieren? Holger Kurschat: An den Vorwürfen ist nichts dran. Wie soll man denn bitte mit 102 CDs von denen letztlich nur 15 CDs von Jeanette Biedermann waren, ernsthaft die Charts beeinflussen können? Ich halte die Vorwürfe für abstrus.

mw: Im Artikel von „Max“ ist von ihrem Fahrer die Rede, der mutmaßlich im Auftrag die Käufe erledigte. Was sagen Sie dazu? Kurschat: Nun, erstmal ist Peter Frischke der Fahrer von Bernhard Brink. Gleichzeitig ist er der Vorsitzende eines Bernhard-Brink-Fanclubs. Zudem kann ich Ihnen versichern, dass speziell die Fans im Schlagerbereich alles andere als blöd sind. Die wissen sehr genau, dass es beim Charts-Einstieg ihrer Idole hilfreich ist, wenn möglichst viele Fans in der ersten Verkaufswoche nach Veröffentlichung eine Platte kaufen. Insofern würde ich eine gezielte Kaufaktion eines Fanclubs sogar positiv bewerten.

mw: Handelte Herr Frischke in Ihrem Auftrag? Kurschat: Nein. Sowohl Bernhard Brink als auch Peter Frischke können versichern und haben das bereits auch getan, dass ich mit den in „Max“ beschriebenen Vermutungen nichts zu tun habe.

mw: Von systematischem Betrug, wie Peter Zombik vom Bundesverband befürchtet, kann also keine Rede sein? Kurschat: Wenn Herr Zombik sagt, er wolle die Angelegenheit prüfen, dann freue ich mich darüber. Dann wird nämlich zu Tage treten, dass hinter diesen Vorwürfen nichts steckt.

mw: Warum aber skizziert „Max“ Sie als vermeintlichen Drahtzieher? Kurschat: Ich wüsste auch gerne, wer ein Interesse daran hat mir zu schaden. Natürlich wusste ich vom Erscheinen dieser Geschichte. Zuletzt hatte ich auch drei Tage lang versucht, die Redaktion zu erreichen. Nur leider ohne Erfolg. Meine Position in der Angelegenheit wollte dort offenbar niemand hören.