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Musikrat hat mehr Schulden als erwartet

Der Deutsche Musikrat kommt nicht aus den Schlagzeilen: Nach der Insolvenz und dem Rücktritt etlicher Präsidiumsmitglieder wurde jetzt bekannt, dass die Schulden der Institution doppelt so hoch sind wie bislang angenommen.

Der Deutsche Musikrat kommt nicht aus den Schlagzeilen: Nach der Insolvenz und dem Rücktritt etlicher Präsidiumsmitglieder wurde jetzt bekannt, dass die Schulden der Institution doppelt so hoch sind wie bislang angenommen. Nach Auskunft von Ludger Westrick, vorläufiger Insolvenzverwalter des Musikrats, betragen die Verbindlichkeiten nicht 500.000 Euro, sondern eine Million Euro. Eventuelle Forderungen öffentlicher Zuwendungsgeber, des Finanzamts und sonstiger Gläubiger sind in diesen Betrag noch nicht eingerechnet. Westrick wird von seinem ursprünglichen Plan, mit Schuldscheinen die Verbindlichkeiten zu reduzieren, aufgeben und statt dessen auf Spenden zur Sanierung setzen. Die erste Spende, wenn auch unfreiwillig, kam von den Mitarbeitern des Musikrats: Sie dürfen künftig 40 Stunden pro Woche arbeiten, Zulagen nach BAT wurden durch freie Zulagen ersetzt. Weiteren Aufschluss über die Lage des Musikrats wird eine Gläubigerversammlung liefern, die Westrick Mitte März einberufen will.

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