Mit dreistelligen Zuwachsraten hat die Musik-DVD, wenn auch nur in kleinem Ausmaß dazu beigetragen, die Jahresbilanz der deutschen Tonträgerindustrie etwas aufzuhellen, die zum fünften Mal in Folge ein Jahr mit Verlusten abschloss. Der Rückgang allein im Jahr 2002 betrug 11,3 Prozent oder 250 Millionen Euro. Integriert man jedoch die Musikvideos auf DVD und VHS in die Jahresbilanz, so beliefe sich das Minus „nur“ noch auf 10,1 Prozent. „Der Siegeszug der DVD hat in unserem Markt maßgebliche Impulse gesetzt“, erläutert Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände. Er führt zudem aus: „Vor allem hier besteht kurz- und langfristig ein großes Wachstumspotenzial, das die Musikwirtschaft konsequent nutzt. Immer mehr Veröffentlichungen kommen inzwischen auch als DVD heraus. Von Live-Mitschnitten und Musikvideos bis zu Opern und ganz eigenständigen Kunstformen ist alles dabei.“ Inzwischen zählt der Musikkatalog rund 3000 Musik-DVDs mit stark steigender Tendenz, und die Zahl der Gold- und Platin-Verleihungen für Musikvideos hat im vergangenen Jahr ebenfalls zugenommen. Am Gesamtgeschäft sind Musik-DVDs, DVD-Audios und SACDs allerdings erst mit 1,46 Prozent der Stückzahlen beteiligt.
Musik-DVD gibt maßgebliche Impulse
In dem jüngst vom Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft herausgegebenen Jahreswirtschaftsbericht bildet der DVD-Boom einen kleinen Lichtblick inmitten einer vom Rückgang gekennzeichneten Musikindustrie.






