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Music Frontiers wertet Debüt beim Reeperbahn Festival als großen Erfolg

Kürzlich dockte die Konferenz Music Frontiers erstmals ans Reeperbahn Festival an. Als Ausrichter zieht Matthias Strobel Hohmann auf Nachfrage von MusikWoche eine zufriedene Bilanz und nennt zudem erste Pläne fürs kommende Jahr.

“Mit 101 Speakern, 28 Sessions, zwölf Start-up-Präsentationen und Netzwerkveranstaltungen an beiden Tagen konnten wir so ziemlich das ganze Spektrum des Musikökosystems abbilden und hatten durchwegs gut besuchte Sessions“, fasst Matthias Strobel Hohmann zusammen. Zuvor richtete Matthias Strobel Hohmann eine Ausgabe von Music Frontiers sowie eine vom Vorläufer unter den Namen New Visions for Music & Sound in Berlin aus, nun fand die Konferenz Music Frontiers am 17. und 18. September 2026 erstmals beim Reeperbahn Festival statt – und sorgte für einen Themenstrang, der auch beim Publikum gut ankam: „Das Feedback der Teilnehmenden war sehr positiv“, betont Strobel denn auch.

„Der Plan, ein Programm anzubieten, in dem Lösungen für die Zukunft der Musikbranche im Fokus stehen und wo über die Chancen und den Umgang mit Herausforderungen für Musik in der KI-Ära aufgeklärt wird, ging voll auf“, lautet die Bilanz des Managers, der sich als Präsident von MusicTech Germany und Vizepräsident von Music Tech Europe seit vielen Jahren an der Schnittstelle zwischen Musik und Musiktechnologie engagiert. „Zudem wurden zahlreiche neue Partnerschaften auf den Weg gebracht. Allerdings vorwiegend mit internationalen Delegates, die auch den Großteil der Besucher:innen von Music Frontiers ausmachten.“

Sein Fazit: „Ich bin sehr zufrieden mit dieser ersten Ausgabe von Music Frontiers in Partnerschaft mit dem Reeperbahn Festival und freue mich, wenn wir das in zwei Jahren fortsetzen können.“ 2027, so viel verrät er bereits, „sind wir dann erst mal voraussichtlich Ende Juni wieder in Berlin“.

Beim Reeperbahn Festival bespielte Music Frontiers an zwei Tagen das Schmidtchen mit einem Konferenzprogramm und zudem Angie’s Nightclub mit Präsentationen und Networking-Angeboten. Auf dem Programm standen dabei unter anderem Themen rund um Entwicklung, Chancen und Herausforderungen im AI/KI-Bereich wie bei einem Talk von Steffen Holly (Fraunhofer IDMT) und Amélie Anglade (Seeqnc) unter dem Motto „It’s Just An Algorithm, After All“, aber auch der Brückenschlag zu modernen physischen Spielarten im Musikgeschäft wie bei einer Gesprächsrunde mit unter anderem Andreas Kohl (Key Production) und Ronny Krieger (KitBetter, VUT) unter dem Motto „Touch, Play, Treasure – The Physical Music Renaissance“.

MusikWoche war auch dabei: Das Panel unter dem Motto „From Training Data To Rights Holder: Closing The Attribution Gap“ mit Jessica van Loon als Strategic Advisor der niederländischen Verwertungsgesellschaft Buma-Stemra, Hanna Lukashevich, die beim Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT) in Ilmenau als Gruppenleiterin Semantic Media Technologies fungiert, und Florian von Hoyer, der als Chief Growth Officer beim AIxchange-Unternehmen aus dem Paradise-Worldwide-Umfeld fungiert, wurde von MusikWoche-Redakteur Knut Schlinger moderiert.

Sprachen im Rahmen von Music Frontiers beim Panel unter dem Motto „From Training Data To Rights Holder: Closing The Attribution Gap“ über die Herausforderungen, KI-generierte Musik auf ihre kreativen Wurzeln zurückzuführen (von links): Hanna Lukashevich (Fraunhofer IDMT), Jessica van Loon (Buma-Stemra), Florian von Hoyer (AIxchange) und MusikWoche-Redakteur Knut Schlinger. Foto: Arundhati Shenoy

Bei dieser Runde ging es darum, wie die Kreativschaffenden und ihre Partner:innen aus der Musikwirtschaft in einem Lizenzmarkt an den Erlösströmen der KI-Konzerne partizipieren können und inwiefern die für eine möglichst faire Vergütung nötige Zuordnung von KI-Titeln zu den Quellen ihrer urheberrechtlich geschützten Werke überhaupt möglich ist. 

Eine mögliche Lösung dafür liefert das von AIxchange und Fraunhofer mitentwickelte Projekt Creative Weight Attribution, das die niederländische Verwertungsgesellschaft Buma-Stemra derzeit einem Praxistext unterzieht. Unterm Strich soll dieses Tool es ermöglichen, auf Basis eines fix abgesteckten Inputs den Beitrag dieser Trainingsdaten zu KI-generierten Outputs abzuwägen.