Die Berliner Konferenz hat sich für 2026 das Motto „Rewire“ verpasst. Damit will man auf dem Event der Berlin Music Commission „das gesamte System hinterfragen, anpassen und alle zukunftsweisenden Akteure neu vernetzen“, wie Olaf Kretschmar, CEO und Vorstandsvorsitzender der Berlin Music Commission, erklärt.
Ziel des Branchentreffs sei es, „bestehende Strukturen neu zu denken, unerwartete Allianzen zu schaffen und Berlin als Musikstandort des Wandels, der Zusammenarbeit und der künstlerischen Erneuerung sichtbar zu machen“, teilen die Organisator:innen mit.
Die Most Wanted: Music 2026 findet mit dem kompletten Rahmenprogramm vom 3. bis 5. November statt. Tickets sind ab sofort verfügbar.
Lindi Delight bleibt nach ihrer Premiere im Jahr 2025 als Programmdirektorin mit an Bord. Bereits bei der vergangenen Ausgabe betonte die Leiterin des Programms bei MusikWoche, dass sie weniger Keynotes und Panels plane, sondern vielmehr die Beteiligung und Einbeziehung des Publikums in den Fokus rücken wolle. Für das Programm selbst laufen bei der Berlin Music Commission aktuell verschiedene Open Calls. Zum einen ist man auf der Suche nach Speaker:innen, nach inhaltlichen Sessions sowie nach Inhalten für die Programmstrecke MW:M Research.

„Im vergangenen Jahr haben wir die Branche dazu aufgerufen, sich zu verändern. In diesem Jahr gehen wir einen Schritt weiter und fragen konkreter: Wohin führen die neuen Verbindungen, wem dienen sie – und wie können wir sie bewusst gestalten?“, erklärt Delight. Bei „Rewire!“ gehe es um die „kompetente, bewusste Gestaltung einer Branche, die den Menschen dient, die sie am Laufen halten“.
In diesem Herbst zieht die Konferenz von der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg ins nhow Hotel in Friedrichshain um. Damit möchte man sich regional näher an der Szene, der Musikbranche, der Kreativwirtschaft und der Nachtkultur positionieren.
Das angeschlossene Showcase-Festival MW:M Live benennt sich ab diesem Jahr in MW:M Music Club Festival um. Die Liveshows finden zudem nicht mehr in der Kulturbrauerei, sondern auf dem RAW-Gelände in den Clubs House of Music, Cassiopeia und Badehaus statt. Der Fokus soll hier auf neuer Musik, kuratierten Entdeckungen sowie den „Acts von morgen“ liegen. In diesem Jahr ist Jean-Paul Mendelsohn für das Livegeschehen verantwortlich. Er ist unter anderem Musikmanager und arbeitet mit Acts wie Ätna oder Inéz zusammen.

Auch für das Festival laufen aktuell Open Calls: noch bis zum 30. Mai sind die Verantwortlichen auf der Suche nach Acts für das Showcase-Programm.






