Bertelsmann-Chef Dr. Thomas Middelhoff bestätigte in einem Gespräch mit der britischen „Financial Times“ vom 17. Dezember sein Interesse an einer Übernahme weiterer Zomba-Anteile von Clive Calder. Im Rahmen einer Call-Put-Vereinbarung soll Bertelsmann den Zomba-Chef für rund drei Milliarden Dollar auskaufen können. „Wir hätten nicht nur das dazu notwendige Geld, ich wäre auch sehr glücklich mit dieser Investition, da es sich hier um eine der profitabelsten Plattenfirmen handelt“, erklärte Middelhoff dem Blatt. Zomba „wäre ein toller Aktivposten für uns“. Beim möglichen Kaufpreis soll es sich um das acht- bis zwölffache des derzeit von Zomba erwirtschafteten Profits handeln: Obwohl Zomba keine Zahlen veröffentlicht, soll das Unternehmen nach Branchenschätzungen bei Umsätzen von rund einer Milliarde Dollar Erträge von rund 300 Millionen Dollar abwerfen. Damit wäre Zomba für den Musikarm Bertelsmanns ein interessanter Partner auf dem angepeilten Weg zur höheren wirtschaftlichen Ertragskraft, den Rolf Schmidt-Holtz, President/CEO von BMG Entertainment, erst erneut in den Fokus rückte. Allerdings, so hob Middelhoff gegenüber der „Financial Times“ hervor, wolle er seine Option auf die Zomba-Anteile nicht ausüben, solange Calder mit diesem Schritt nicht einverstanden sei. Bertelsmann besitzt bereits 25 Prozent der Anteile am Verlagsarm von Zomba und 20 Prozent der Plattenfirma.
Middelhoff zeigt Interesse an Zomba
Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff bestätigte sein Interesse an einer Übernahme weiterer Zomba-Anteile von Unternehmenschef Clive Calder.






