Nur einen Tag nachdem die „Süddeutsche Zeitung“ über einen bevorstehenden Wechsel Thomas Middelhoffs vom Aufsichtsrat an die Spitze des Vorstands der KarstadtQuelle AG spekulierte meldet die „Financial Times“ Vollzug: Zwar steht eine Bestätigung aus Essen bislang noch aus, aber die von Middelhoff geleitete Suche nach einem Nachfolger für den kürzlich geschassten Vorstandschef Klaus Achenbach ist offenbar beendet: Der frühere Bertelsmann-Manager Middelhoff, der am 11. Mai seinen 52. Geburtstag feierte übernimmt das operative Geschäft beim angeschlagenen Handelsriesen. Kandidaten wie der ehemalige Carrefour-Chef Daniel Bernard sind aus dem Rennen. Spekulationen im Zusammenhang mit den Aktienzukäufen im Hause Schickedanz ranken sich nun um eine mögliche Filetierung des Konzerns.
Einen schweren Stand haben da die aktuellen Zahlen, die die Essener am 12. Mai vorlegten: Der Konzernumsatz im ersten Quartal sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,4 Prozent auf knapp unter drei Mrd. Euro gefallen, das um Sondereinflüsse bereinigte Ebitda-Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen habe mit 73,4 Mio. Euro zwar um 16,6 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert gelegen, sei aber um 14,4 Mio. besser ausgefallen als zunächst erwartet. Nach Minderheitsanteilen schnitt KarstadtQuelle im Vorjahresvergleich beim Nettoverlust in Höhe von 111,3 Mio. Euro um eine Mio. schlechter ab.
„Der KarstadtQuelle-Konzern hat das erste Quartal 2005 mit einem rückläufigen, aber besser als geplanten Ergebnis abgeschlossen“, heißt es aus Essen. Das Programm zur Restrukturierung und Neuausrichtung sei „insgesamt auf Kurs“. Der Konzern rechne „daher für das Geschäftsjahr 2005 unverändert mit einem bereinigten Ebitda von über 500 Mio. Euro“.
KarstadtQuelle bestätigt Achenbachs Ausscheiden (07.04.05)






