Repertoire für Erwachsene erweist sich auch in den USA als ausdauernder, wenn es um Verkäufe geht. Kanadas bekanntester Crooner übernimmt daher in dieser Woche die Führung in den US-Charts. Michael Bublés „Call Me Irresponsible“ verkaufte in den sieben Tagen bis zum 13. Mai mit 145.000 Exemplaren zwar rund ein Drittel weniger als in der Woche davor, doch das reicht für den Aufstieg zum Chartsgipfel. Unter anderem deshalb, weil der bisherige Spitzenreiter, Ne-Yo, noch deutlichere Verluste an den Händlerkassen verkraften musste und „Because Of You“ mit nur noch 89.000 Einheiten auf Platz vier abrutscht.
Neu an zweiter Stelle ist die Formation Bone Thugs-N-Harmony, die auf Anhieb 119.000 Kopien von „Strength & Loyalty“ absetzen konnte. Neuer Dritter ist R&B-Kollege Bobby Valentino mit 92.000 Verkäufen von „Special Occasion“. Um eine Position nach unten auf fünf geht es für Avril Lavigne mit 71.000 Kopien von „The Best Damn Thing“. Chris Daughtry kann mit weiteren 67.000 Exemplaren von „Daughtry“ indes einen Rang gutmachen.
Dahinter zeigen die Platten einer isländischen Elfe und einer Chanteuse mit markanter Nase auf, wie unterschiedlich die Kaufgewohnheiten der Amerikaner sind. Barbra Streisand verzeichnet mit „Streisand: Live In Concert 2006“ bereits ihr 29. Top-Ten-Album und steigt mit 60.000 Verkäufen auf dem siebten Platz ein. Björk reichen 43.000 Einheiten von „Volta“ für den Einstieg auf neun.
Der bemerkenswertere Unterschied zwischen den beiden Veröffentlichungen: Während 26 Prozent der „Volta“-Käufer das Album per Download erwarben, machte Streisand ihre Umsätze zu 100 Prozent mit physischem Produkt. Dazwischen behauptet sich Carrie Underwood mit 57.000 Verkäufen von „Some Hearts“ eine weitere Woche unter den besten Zehn, die von der Compilation „Now! 24“ mit 41.000 Stück vervollständigt wird.
Insgesamt bewegten sich die Albumverkäufe in etwa auf dem Niveau der letzten Woche: Gut 8,4 Mio. Verkäufe sind weniger als ein Prozent plus. Doch im Vergleich zur Vorjahreswoche fehlen dem US-Handel 23 Prozent. Die seit Jahresbeginn verkauften 168,4 Mio. Alben entsprechen derzeit einem kumulierten Absatzminus von 17 Prozent.






