Jetzt fehlen Apple von den Topsellern vermutlich nur noch die Beatles: Der Downloadmarktführer konnte die Rockband Metallica nun nach mehr als drei Jahren dazu überreden, ihr Material bei iTunes zu verkaufen. Beim Start des Onlineladens im Frühjahr 2003 waren u. a. Metallica und die Red Hot Chili Peppers nicht mit an Bord.
„Unsere Künstler möchten lieber nicht zum Tod der Gattung Album beitragen“, hatte Mark Reiter vom Managementunternehmen Q Prime damals erklärt. Die Chili Peppers haben es sich inzwischen längst anders überlegt, und die Rocker um Lars Ulrich und James Hetfield ziehen nun nach. „Ab 25. Juli werden wir unsere Musik im iTunes Music Store anbieten. Das ist ein Start-up aus Cupertino, Kalifornien, das unserer Ansicht nach eine große Zukunft haben könnte“, erklärt die Band auf ihrer offiziellen Website.
Man habe „im letzten Jahr oder so“ erkannt, dass immer mehr Metallica-Fans Websites wie iTunes zum Musikkauf nutzen. Nun stehen zehn Alben – und auch ihre einzelnen Bestandteile – zum digitalen Verkauf bereit. Der Vertrag mit Apple gilt allerdings vorerst nur für die Shops in den USA und in Kanada. „Das hat unseligerweise damit zu tun, dass unsere Plattenfirma im Ausland noch nicht mitspielt“, so die Band.
Metallica standen dem Vertrieb über das Internet lange sehr skeptisch gegenüber. Mit der Tauschbörse Napster lieferten sich Ulrich und Hetfield ab Anfang 2000 ein medienwirksames juristisches Gefecht, aus dem die Band zwar formal als Sieger hervorging, das jedoch letztlich für enorme Sympathieverluste bei den Fans sorgte.







