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Marktforscher prognostizieren Milliardengeschäft mit Downloads

Die Marktforscher der britischen Informa Media Group wagen mit ihrer Studie „Music on the Internet“ einen weiteren Blick in die Zukunft. Im Jahr 2010 sollen die Onlineumsätze mit Musik weltweit über 4,5 Mrd. Euro liegen.

Die Marktforscher der britischen Informa Media Group (IMG) wagen mit ihrer Studie „Music on the Internet“ einen weiteren Blick in die Zukunft. Im Jahr 2010 sollen die Onlineumsätze mit Musik weltweit bei rund 4,53 Mrd. Euro liegen und damit 15,2 Prozent der Gesamtumsätze (29,8 Mrd. Euro) ausmachen. Von diesem Onlineanteil werden dann 2,34 Mrd. Euro auf das Konto von reinen Digitalverkäufen gehen, die restlichen 2,19 Mrd. Euro Umsatz entfallen auf die Verkäufe von physischen Produkten über das Internet.

Laut der IMG wird auch in den kommenden Jahren der Verkauf individueller Downloads die Nase bei den Abonnementangeboten vorn behalten. Für das laufende Jahr rechnet die IMG mit 135,5 Mio. Euro Umsatz aus dem Downloadgeschäft und 78,3 Mio. Euro aus den Subskriptionsdiensten (insgesamt 213,8 Mio. Euro). Bereits im nächsten Jahr sollen diese Zahlen auf 319,1 bzw. 144,7 Mio. Euro ansteigen (insgesamt 463,8 Mio. Euro). Im Jahr 2010 soll die Branche dann laut IMG-Prognose 1495,6 Mio. Euro mit Downloads und 848,8 Mio. Euro mit Abo-Diensten umsetzen.

Nach Ansicht von IMG-Marktforscher Simon Dyson liegt jedoch vor dieser rosigen Onlinezukunft noch eine Menge Arbeit für die Musikbranche. Es müsse ihr zunehmend gelingen, aus Nutzern von P2P-Netzwerken zahlende Kunden zu machen. Die Anfangserfolge der letzten zwei Jahren seien zwar beeindruckend, zumal alle Versuche die Filesharing-Dienste zu bekämpfen bislang fehlgeschlagen sind, doch um ihr volles digitales Verkaufspotenzial ausschöpfen zu können, müsse die Industrie noch viele P2P-Jünger bekehren. Die kostenlose und illegale Musikversorgung vieler Fans im Netz kostet die Branche in diesem Jahr nach IMG-Berechnungen rund 1,59 Mrd. Euro.

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