Recorded & Publishing

Making Vinyl Europe weitet Programm aus

Von Karrierechancen übers Mastering und Marketing bis zur Archivierung: Die Organisatoren des Branchentreffs Making Vinyl wollen bei ihrer europäischen Ausgabe im Herbst 2026 wieder die gesamte Wertschöpfungskette der Vinylbranche in den Fokus rücken. Das belegen die jüngsten Ergänzungen zum Programm.

Vom 30. September bis 2. Oktober 2026 kehrt die Making Vinyl Europe für ihre vierte Ausgabe ins niederländische Haarlem zurück. Mit dem neuen Termin – rund eine Woche später als zuvor – setzt Konferenzdirektor Andreas Kohl ein Versprechen aus dem Vorjahr um, als der Branchentreff der Schallplattenwirtschaft noch Ende September stattfand. Trotz der zeitlichen Nähe zum Reeperbahn Festival erreichten die Veranstalter:innen 2025 „mit 350 Gästen aus allen Geschäftsfeldern der Vinylindustrie unser bisher bestes Ergebnis“, wie Kohl im Herbst im Gespräch mit MusikWoche bilanzierte. Um diese Entwicklung fortsetzen zu können, präsentiert das Team nun neben dem etwas späteren Termin auch ein Programm, „das noch vielfältiger wird als zuvor“, wie es aus dem Hause Making Vinyl heißt. 

Und so soll das Programm in diesem Jahr mit Keynote-Sessions, Panels, Workshops und Gespräche neben Fragen zur Produktion auch Aspekte aus dem kulturellen Bereich, aus dem Handel oder aus der Archivierung abdecken.

Unter anderem geht es dabei um die Nachwuchsförderung: Unter dem Motto „Making It A Career: Attracting Talent To Vinyl Manufacturing“ wollen Rick Scholing (Heldeep Records), Andrea Pasini (Mother Tongue Records), Evelyn Hughes (The Vinyl Factory) und Rene Wiedner (Warwick Business School) erörtern, wie die Branche neue Talente gewinnen und langfristige Perspektiven bieten kann und wie sich Berufsbilder in der Schallplattenproduktion besser vermitteln lassen.

Warum Vinyl auch in einer digital geprägten Welt weiterhin relevant ist und wie Storytelling und Journalismus Nachfrage und Wahrnehmung über Generationen hinweg beeinflussen, soll eine Runde unter dem Motto „Record Culture – Media, Storytelling And The Enduring Value Of Vinyl“ mit Alex Bruh (Wax Poetics), Bruno Vieira (Rocinante Record Pressing), Kelly Doherty (The Vinyl Factory), Carole Mendy (Universal Music) und die Labegründerin und Produzentin Carista (United Identities) klären. Bei „Marketing Physical – Visibility, Retail And Experience“ sprechen derweil Aseel Barghuthi (Makbas Records), Michelle Boursiquot (Fandum), Tim Anderson (Good Neighbor Music) und Marlein Parlevliet (SF Distribution) über Fragen rund um den Verkauf physischer Tonträger im Onlinegeschäft und im Handel.

Ebenfalls neu mit auf dem Programm stehen Runden wie „Preserving The Past: Archiving Vinyl for Future Generations“, die den Blick darauf richten soll, „wie Sammlungen, Aufnahmen und das kulturelle Gedächtnis, das in Schallplatten steckt, gesichert und weitergegeben werden“, oder der Workshop „Mastering The Groove – Live Lacquer Cutting & Virtual Groove“ mit Andreas Wagner, der beleuchten soll „was zwischen der Musik und der fertigen Platte wirklich passiert“.

Im Konferenzprogramm wollen die Ausrichter zudem zwischen den Sessions genügend Raum für Begegnungen schaffen. Tickets für die Veranstaltung sind auf den Onlineseiten zum Event in verschiedenen Kategorien erhältlich, unter anderem gibt es vergünstigte Tarife für Young Professionals und Studierende.