Die Zahl der weltweiten On-Demand-Audiostreams wuchs im ersten Halbjahr 2026 um 9,8 Prozent. Das zeigt der „Midyear Report“ für die ersten sechs Monate des Jahres, den die Chartsermittler von Luminate am 15. Juli 2026 vorlegten. Dabei ging es außerhalb der USA dynamischer voran als im weltgrößten Musikmarkt selbst.
Das internationale Wachstum lag laut Luminate“ bei 11,8 Prozent, in den USA wuchs die Zahl der über Streamingdienste abgerufenen Titel derweil im Vorjahresvergleich um 4,8 Prozent.
Insgesamt wuchs der US-Musikkonsum laut Luminate-Angaben formatübergreifend auf Album-Äquivalente umgerechnet von 696,5 Millionen Exemplaren im ersten Halbjahr 2025 um 4,4 Prozent auf nunmehr 727,1 Millionen im Zeitraum von Anfang Januar bis Ende Juni 2026;. Allein im physischen Bereich fiel derweil ein Absatzplus um 7,8 Prozent an: Hier ging es von 35,5 Millionen im ersten Halbjahr 2025 verkauften LPs, CDs und MusiCassetten aktuell auf nunmehr 38,2 Millionen Exemplare bergauf.
Fürs Gesamtjahr 2026 meldet Luminate im Januar 2026 noch ein hochgerechnetes Absatzplus in Höhe von 4,8 Prozent.
Angeschoben wurde diese Entwicklung von einem kräftigen Plus beim CD-Verkauf, wie Luminate-CEO Rob Jonas in seinem Vorwort zum Halbjahresbericht der US-amerikanischen Chartsermittler schreibt: „Die CD-Verkäufe legten um 16 Prozent auf 16,3 Millionen Einheiten zu und übertrafen damit das moderate Wachstum von Vinyl mit 2,4 Prozent.“
Maßgeblich getrieben worden sei das durch die Veröffentlichung des Albums „Arirang“ von BTS, weiß der Luminate-CEO, der aber auch auf einen breiteren Trend verweist: „Selbst wenn man BTS und das übrige K-Pop-Repertoire herausrechnet, verzeichneten die CD-Verkäufe ein Plus von 6,7 Prozent.“ Diese Entwicklung führt er unter anderem auf „das veränderte Hörverhalten der Generation Z“ zurück: „60 Prozent dieser Altersgruppe geben inzwischen an, vorwiegend Musik aus den 1990er Jahren oder früher zu hören – ein deutlicher Anstieg gegenüber lediglich 18 Prozent im Jahr 2021.“
In der Fan-Landschaft sei das K-Pop-Genre führend, was sowohl das Kaufverhalten als auch das Engagement betreffe, aber auch in den Bereichen Indie-Rock und EDM würden sich „ähnlich konzentrierte Gruppen besonders engagierter Fans“ finden, während „das Publikum von Country und Pop eher zu einer passiven Konsumhaltung“ neige, analysiert Rob Jonas.
Im Handel sorgt der „Arirang“-Effekt derweil vor allem bei den großen Ketten und Märkten für Absatzzuwächse: Die von Luminate sogenannten Mass Markets konnten ihren Marktanteil am physischen US-Musikgeschäft von 23,3 Prozent in den ersten sechs Monaten 2025 auf nunmehr 28,7 Prozent im ersten Halbjahr 2026 steigern und schoben sich damit selbst am E-Commerce vorbei, der 1,3 Prozentpunkte einbüßt und aktuell auf einen Anteil von 26,1 Prozent kommt. Für den unabhängigen Fachhandel ging es hingegen von 36,6 Prozent im Vergleichszeitraum auf nunmehr noch 32,1 Prozent zurück.
Auch ausgewählte Verkaufszahlen ergänzt das Lumiante-Papier: So seien allein rund 727.000 Exemplare von „Arirang“ von BTS über die großen Handelsketten abgsetzt worden, bei „The Sin: Vanish“ von Enhypen seien es fast 230.000 gewesen und bei „Golden Hour: Part 4“ von Ateez weitere 194.000.







