Der Markt für lateinamerikanische Musik in den USA erholt sich zusehends. Für das erste Halbjahr 2004 berichtet die RIAA von Zuwächsen bei Absatz und Umsatz in zweistelliger Höhe. Der Branchenverband weist bei der Zahl der verkauften Tonträger ein Plus von 21,5 Prozent aus. Von Januar bis Ende Juli wurden 21,2 Mio. CDs (plus 20 Prozent) und 726.000 DVDs (plus 249,5 Prozent) verkauft. Der Handelswert dieser Absätze wuchs um 18,2 Prozent auf 289,9 Mio. Dollar. Die größten Anbieter von Latin Music in der RIAA sind BMG U.S. Latin, EMI Music U.S. Latin, Univision Music Group, Sony Discos, Universal Music Latino und Warner Music Latina. Zusammen repräsentieren sie zwischen 80 und 90 Prozent des Latin-Marktes, der sich dadurch definiert, dass Veröffentlichungen zu mindestens 51 Prozent spanischsprachig sind.
Von allen verkauften Latin-Produkten entstammten 59 Prozent dem Genre-Bereich Tejano/Regional Mexican, 33 Prozent sind Latin-Pop/Rock und acht Prozent machte Tropical Music aus. Das bisherige Wachstum sei in diesem Jahr „beeindruckend und ermutigend“, sagte Rafael Fernandez, der bei der RIAA als Vice President of Latin fungiert. Dennoch bleibe die Piraterie – speziell in Form von Schwarzmärkten mit Raubkopien – ein Problem für die Branche.





