Die Führungskrise bei Sony BMG könnte noch monatelang andauern. Die Gespräche zwischen Bertelsmann-Chef Gunter Thielen und Sony-Boss Howard Stringer über die Zukunft des umstrittenen CEO Andrew Lack befänden sich erst im Anfangsstadium, heißt es. Dabei bleibt die Bertelsmann-Position unverändert: Gütersloh will Lack von der Leitung des Majors entbinden.
Neben der Aufregung über zu teure Künstlerverträge und Fragen zum Führungsstil scheint man bei Bertelsmann laut einem Reuters-Bericht auch nicht erfreut über Lacks allzu freimütige öffentliche Aussagen zum Zustand der Branche. Auch vermuten einige, dem ehemaligen NBC-Mann seien Film- und TV-Branche immer noch näher als das Musikgeschäft. „Entweder er ändert sich und seinen Arbeitsstil, oder er muss gehen“, erklärte ein ungenannter ranghoher Bertelsmann-Mitarbeiter gegenüber der Nachrichtenagentur. „Die Gelegenheiten und Herausforderungen in der Branche sind gerade enorm groß. Da brauchen wir wirklich jemanden, der diese Aufgabe perfekt ausfüllt.“






