Durch die öffentliche Anhörung der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ am 22. November sieht sich der Deutsche Kulturrat „in seiner Auffassung bestätigt, dass es zur Künstlersozialkasse keine Alternative gibt“. Zugleich mahnt der Spitzenverband der Deutschen Kulturverbände Handlungsbedarf bei der Bundesregierung an, da vor allem „außerhalb des klassischen Kultur- und Medienbereiches“ viele Verwerter nicht in die Künstlersozialkasse einzahlen würden.
Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, erklärte: „Die Bundesregierung ist nach den eindeutigen Aussagen in der heutigen Anhörung gefordert, umgehend Maßnahmen einzuleiten, damit die Lücken bei der Erfassung der künstlersozialabgabepflichtigen Unternehmen geschlossen werden können.“ Damit könne laut Zimmermann erreicht werden, „dass die Verwerterabgabe, die zum 1. Januar 2005 auf 5,8 Prozent ansteigen wird, in den nächsten Jahren wieder sinken könnte. Darüber hinaus müssen mittelfristig Modelle zur Stärkung der Künstlersozialversicherung entwickelt werden. Der Deutsche Kulturrat wird voraussichtlich noch in diesem Jahr dazu Vorschläge vorlegen“.






