GEMA-Präsident Prof. Dr. Reinhold Kreile hat sich auf der Midem für eine schnelle Verabschiedung der EU-Urheberrechtsnovelle in Deutschland ausgesprochen. „Es ist eine große Aufgabe, die Urheberrechte digitaler Werke zu schützen. Die Novelle ist mehr als ein Anfang dazu, sie ist die Klarstellung, dass digitales Gut schutzwürdig ist“, erklärte Kreile im Rahmen der Musikmesse, wo die deutsche Verwertungsgesellschaft heute, am „Deutschen Tag“, ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Der GEMA-Chef zeigte sich zuversichtlich, dass der Gesetzentwurf, der dem Bundestag zur Beratung vorliegt, bis zum Sommer verabschiedet wird. „Aber auch die anderen Länder müssen das tun, denn nur ein europaweites Urheberrecht macht Sinn“, unterstrich Kreile. Der Gesetzentwurf sieht kein ausdrückliches Verbot der Privatkopie von Musik-CDs vor, gesteht aber den Urhebern deren Unterbindung durch Kopierschutzmaßnahmen zu. Umgehungen eines solchen Kopierschutzes sowie die Verbreitung von Anleitungen zum Knacken entsprechender Software sollen künftig bestraft werden. Die Äußerung Kreiles zu diesem Thema folgte nur kurz nach einer Ehrung, die ihm für seinen unermüdlichen Einsatz für den Schutz des Urheberrechts zuteil wurde: Der französische Kulturminister Jean Jacques Aillagon zeichnete Kreile am Montag mit dem Verdienstorden „Officier de L’Ordre des Arts et des Lettre“ aus – eine Auszeichnung, die nur äußerst selten an Nicht-Franzosen vergeben wird.
Kreile will Urheberrechtsnovelle schnell
GEMA-Präsident Prof. Reinhold Kreile hat sich auf der Midem in Cannes für eine schnelle Verabschiedung der EU-Urheberrechtsnovelle in Deutschland ausgesprochen. Für Einsätze wie diesen wurde er zudem mit dem französischen Verdienstorden ausgezeichnet.






