Auch wenn sich viele amerikanische CD-Käufer noch längst nicht mit kopiergeschützter Ware abgefunden haben, scheinen die Verkäufe von geschützten CDs in den USA vorerst nicht unter der Abneigung der Fans zu leiden. Die jüngsten Top-VÖs mit Kopierschutz liegen jedenfalls gut im Rennen. Unter den marktrelevantesten Alben, die Sony BMG in den letzten Monaten mit einem Digital Rights Management ausgestattet hat, sind „Stand Up“ von der Dave Matthews Band und „In Your Honor“ von den Foo Fighters. Die Band um Dave Grohl verkaufte bislang 736.000 Exemplare ihres neuen Werks, Matthews kommt inzwischen auf 1,1 Mio. Einheiten.
In beiden Fällen Zahlen, die sich nicht von den Ergebnissen früherer Veröffentlichungen der beiden Formationen unterscheiden. Auch bei EMI, wo man erst kürzlich mit dem neuen Album von Jermaine Dupri seine Kopierschutzerfahrungen aus Europa auch auf dem US-Markt erprobt, sieht man keine Bedenken. Die Reklamationen der Kunden hätten sich bislang im Promillebereich bewegt, so eine Unternehmenssprecherin.
Dennoch macht sich unter Fans Unmut breit: Bei Amazon, wo Kunden zu Produkten persönliche Meinungen abgeben können, häufen sich die Beschwerden über Kopierschutz, der es Käufern unmöglich macht, eine CD in ihren iPod zu rippen. Neue „intelligente“ Kopierschutzsysteme, wie sie Sony BMG und EMI derzeit in den USA einsetzen, verhindern das Kopieren von CDs nicht vollständig, sondern erlauben in Verbindung mit Windows-Media-Technologie eine vorher bestimmte Anzahl von Vervielfältigungen.
Nutzer des iPods bleiben dabei jedoch außen vor, da Apple seine DRM-Technologie FairPlay nicht lizenziert. Die Labels sehen sich dadurch indes nicht unter Druck und attestieren Apple Handlungsbedarf.






