Im Alter von 62 Jahren erlag Herbert Dreilich, der Sänger der ostdeutschen Band Karat, einem Leberkrebsleiden. Dies meldet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf die Managerin des Sängers.
Dreilich starb in seinem Haus in der Nähe von Berlin, nachdem er im März diesen Jahres erstmals öffentlich über seine Erkrankung gesprochen hatte.
Der Sänger mit dem warmen Timbre kam 1942 in Mautendorf zur Welt, wuchs in Großbritannien und der Bundesrepublik auf, bevor er 1959 in die DDR kam. Hier stieß er 1974 zu Karat, die sich neben den Puhdys zu einer der erfolgreichsten Bands der DDR entwickelte. Seit 1977 war er der Frontmann der Formation, die 1981 mit „Über sieben Brücken musst du gehen“ ihren größten Hit erlebte. In der BRD, wo auch Peter Maffays Version ein Hit wurde, erreichte das Stück Platz 15. Im gleichen Jahr konnte auch die Single „Der Blaue Planet“ bis auf Rang 14 vorstoßen, 1982 gelang der Band mit „Jede Stunde“ ein dritter westdeutscher Hit.
Das letzte reguläre Studioalbum, „Licht & Schatten“, kam 2003 über Zyx in den Handel. Im gleichen Jahr veröffentlichte BMG, wo der Katalog des DDR-Labels Amiga erscheint, die Hit-Compilation „Schwanenkönig“, und WestBam mischte den Track „Der blaue Planet“ als Techno-Remix neu ab.







