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Kanadas SOCAN tritt europäischem Netzwerk der Verwertungsgesellschaft bei

Unter dem Namen One Arena entstand bislang eher abseits der Öffentlichkeit ein Netzwerk europäischer Verwertungsgesellschaften wie GEMA, SUISA oder AKM, das für Rechteinhaber:innen Informationen zu Tantiemen-Fragen aus dem Livebereich bündeln soll. Nun kommt die kanadische SOCAN mit an Bord.

Auf der weltpolitischen Bühne hat es mit einer assoziierten Mitgliedschaft Kanadas in der Europäischen Union zuletzt nicht so ganz geklappt, im Bereich der kollektiven Rechtewahrnehmung im Musikgeschäft sind die entsprechenden Organisationen derweil bereits einen Schritt weiter: Die kanadische Verwertungsgesellschaft SOCAN tritt dem Bündnis One Arena bei, dem zuvor sieben europäische Schwestergesellschaften angehörten. Den Schritt gab die deutsche GEMA am 30. Oktober 2026 bekannt.

Mit der Initiative One Arena verfolgen die beteiligten Organisationen das Ziel, das Angebot der europäischen Verwertungsgesellschaften im Livegeschäft gegenüber internationalen Rechteinhabern transparenter zu machen und aktiver zu bewerben. Bislang indes hatten die Verwertungsgesellschaften das Netzwerk abseits von einem Onlineauftritt, einem zumindest via LinkdIn bestätigten Gipfeltreffen im September 2025 oder einer Mitteilung der TONO aus der Vorweihnachtszeit 2025 noch nicht allzu offensiv ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Das soll sich nun offenbar ändern.

One Arena, so heißt es also erläuternd aus München, sei von der GEMA gegründet worden und zähle nunmehr acht Verwertungsgesellschaften aus Europa und Kanada zu seinem Netzwerk. Mit dabei sind demnach neben der deutschen GEMA und der kanadischen SOCAN auch die SUISA aus der Schweiz, die AKM aus Österreich, die niederländische Buma-Stemra, die dänische KODA, die TONO aus Norwegen und die OSA aus Tschechien.

„Die Stärke von One Arena liegt in der Expertise und dem Engagement aller beteiligten Verwertungsgesellschaften“, wirbt GEMA-CEO Tobias Holzmüller für das Projekt: „Gemeinsam schaffen wir mehr Transparenz und machen es Musikschaffenden leichter nachzuvollziehen, wie aus internationalen Live-Auftritten Vergütungen entstehen.“ Jennifer Brown, CEO der SOCAN, ergänzt, dass ein Konzert für Songwriter und Autor:innen mit dem letzten Ton noch nicht beendet sei: „Gerade bei internationalen Auftritten ist der Weg zur Erfassung und Verteilung der Vergütungen häufig lang und von Informationslücken geprägt“, weiß sie: „One Arena hilft uns, die Auftritte unserer Mitglieder im Ausland effizienter zu verfolgen und dabei ein Maß an Transparenz zu schaffen, das im Live-Musikbereich sehr begrüßt wird.“

Während es also beim Netzwerk One Arena im Informationen und Transparenz geht, liegt die Verantwortung für die Lizenzierung von Musikrechten und die Auszahlung von Vergütungen bei den jeweiligen nationalen Verwertungsgesellschaft.