Recorded & Publishing

Kampeter attackiert Bundesregierung

Im Umfeld der Jahrestagung des Deutschen Musikverleger-Verbands hat sich auch Steffen Kampeter, Bundestagsabgeordneter der CDU, zur aktuellen Debatte um die EU-Richtlinie zum Urheberrecht zu Wort gemeldet.

Die Bundesregierung verpasse die große Chance, das Brennen von Musik-CDs zu stoppen und damit eine weitere dramatische Talfahrt der deutschen Tonträgerindustrie zu beenden, da sie keinen politischen Willen besitze, die EU-Richtlinie zum Urheberrecht noch in dieser Legislaturperiode im Parlament zu verabschieden. Das neue Urheberrecht würde ein Verbot der Umgehung des Kopierschutzes bei CDs gesetzlich festschreiben. Damit wären Veröffentlichungen mit Anweisungen für das Beseitigen des Kopierschutzes bei Musik-CDs verboten.

Kampeter zeigte sich enttäuscht, dass die Bundesregierung sich in Zustandsbeschreibungen des Musikmarktes gefalle, aber keine konkreten Entscheidungen fälle. Der CDU-Bundestagsabgeordnete kritisierte außerdem, dass die Bundesregierung die Rahmenbedingungen der kleinen und mittelständischen Unternehmen im Musikmarkt nicht verbessere, sondern sie durch ein Übermaß an Bürokratisierung und urheberfeindlichen Formulierungen in Schwierigkeiten bringe. Kampeter kündigte an, mit Fraktionskollegen eine parlamentarische Initiative zu starten, damit die Politik die Anliegen der Kreativwirtschaft endlich wahrnehme.