Der Downloadanbieter JetGroove, der vor wenigen Wochen mit einem großen Katalog zumeist nicht bei den Rechteinhabern lizenzierter Songs für Aufregung in der Branche sorgte, ist unter neuem Namen zurück: Das Angebot heißt nun Audio1.org und orientiert sich optisch eng an JetGroove. Wer JetGroove ansurft, wird gleich zu Audio1 weitergeleitet, und die Audio1-Website ist über die damals bekannt gewordene Londoner Adresse von JetGroove LLP angemeldet. Auch die Server des Angebots stehen offenbar erneut in Russland. Über die dortige Verwertungsgesellschaft Russian Organization for Multimedia and Digital Systems (ROMS) wollen die Macher von Audio1 auch die Lizenzen der von ihnen angebotenen Tracks geklärt haben – die ROMS ist übrigens auch die Gesellschaft, über die Anbieter wie AllofMP3.com die Autorenrechte ihres Diensts lizenziert haben.
„Von dieser Lizenzierung der urheberrechtlichen Nutzungsrechte ist jedoch die Lizenzierung der erforderlichen Rechte des Inhabers der Leistungsschutzrechte nicht umfasst“, betont VUT-Justiziar Stephan Benn gegenüber musikwoche. Er ergänzt: „Nach heutiger Rundmail unter einigen unserer Mitglieder wird wohl exakt die damalige JetGroove-Datenbank mit allen damals enthaltenen, nicht lizenzierten Aufnahmen weiter genutzt.“
Ähnlich äußert sich auch Susanne Koch von der Offenbacher Labelfamilie Ongaku, Playhouse und Klang Elektronik: Bei Audio1 stünde ihr gesamter Backkatalog in digitaler Form zum Download bereit, „wir haben aber nie die Genehmigung dafür erteilt, geschweige denn die angebotenen Titel lizenziert“.





