Die Mitgliedsfirmen des japanischen Branchenverbands RIAJ lieferten im Jahr 2002 mehr als 342 Millionen Tonträger aus. Im Vergleich zum Vorjahreswert von rund 385 Millionen Exemplaren bedeutet das einen Einbruch von elf Prozent. Gleichzeitig sanken die Umsätze um zwölf Prozent. Die Branche litt vor allem unter schwachen Absätzen der nationalen Acts: Bei den Alben verzeichneten japanische Produktionen, auf die knapp drei Viertel aller Umsätze in diesem Bereich entfallen, ein Minus von 14 Prozent nach Stückzahlen und von 15 Prozent nach Umsätzen; bei den Singles büßten sie gar 25 Prozent nach Exemplaren und nach Wert ein. Die Verkaufszahlen internationaler Alben und Singles blieben dagegen etwa auf Vorjahresniveau. Obwohl die Tonträgerbranche im boomenden DVD-Geschäft fast 54 Millionen Exemplare des Formats absetzen konnte und damit ein Plus von 39 Prozent nach Stückzahlen und von zehn Prozent nach Umsätzen verzeichnete, bremste der gleichzeitig einbrechende VHS-Markt die Entwicklung: Während die Auslieferungszahl im Videobereich auf Vorjahresniveau blieb, sanken die Umsätze insgesamt um neun Prozent.
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