Die Entscheidung von Apple, alle Titel im iTunes Music Store zum Fixpreis anzubieten, kommt in Großbritannien derzeit gar nicht gut an. Die Downloads der Benefiz-Single von Band Aid 20 sind bei allen anbietenden Onlinehändlern mit einem relativ hohen Preis versehen, um möglichst viel Geld für den guten Zweck zu sammeln. Apple beharrt aber auf seinem einheitlichen Preismodell und verkauft „Do They Know It’s Christmas?“ vorerst nicht.
Der Song kostet bei Händlern wie Napster, HMV, MyCokeMusic oder MSN Music Store 1,49 Pfund, Apple will aber für keinen Titel mehr als die üblichen 79 Pence verlangen. Ein Schlag ins Gesicht für die Band-Aid-Organisatoren, die sich vom höheren Verkaufspreis die nötigen Einnahmen für die Hilfsprojekte in der Darfur-Region versprechen. Da der iTunes Store jedoch weiterhin als unangefochtener Marktführer im Downloadgeschäft gilt, gehen Band Aid geschätzte 70 Prozent der Onlinekunden für die Single und die entsprechenden Einnahmen durch die Lappen.
Die Organisatoren finden es „sehr bedauerlich“, dass Apple keine Ausnahme machen will, nachdem doch alle anderen Beteiligten – von den Künstlern, über den Handel bis hin zum Finanzminister – alles daran gesetzt hätten, die Spendensumme so groß wie möglich werden zu lassen. Insgesamt rechnet man mit bis zu zehn Mio. Pfund aus den Verkäufen aller Formate, bislang haben laut der Londoner „Times“ knapp 10.000 Fans den Song oder das Video als Download gekauft. Bei Universal Music hofft man indes noch auf eine Einigung mit Apple in letzter Minute.





