Bei der Tagung – einer strategischen Brainstorming-Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit, an der ausgewählte Teilnehmer und IMPALA-Mitglieder mitwirkten – kamen politische Delegierte aus der EU und Irland, Vertreter des Europäischen Investitionsfonds sowie Branchenexperten (darunter das französische Centre National de la Musique CNM) zusammen. Ziel war ein strategischer Austausch mit den IMPALA-Mitgliedern über das diesjährige Schwerpunktthema: „Stärkung des Potenzials des europäischen Ökosystems für unabhängige Musik als doppelter wirtschaftlicher und kultureller Motor für Europa“.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Diskussion lag auf der Möglichkeit, den Sektor durch gezielte Finanzierungsmaßnahmen auszubauen. Dieses Thema wird Gegenstand eines kommenden Berichts sein, den IMPALA im Rahmen des EU-Netzwerkprojekts in Auftrag gegeben hat. Zudem legte der Verband einen Aktionsplan für eine europäische Industriepolitik im Kulturbereich und einen Plan für digitale Musik vor und will ein unabhängiges und kulturell vielfältiges europäisches Musikökosystem fördern.
Neben einer Sondersitzung zur Bedeutung nationaler Verbände für das Netzwerkwachstum hielt Impala in Dublin auch die jährliche Mitgliederversammlung sowie eine Vorstandssitzung ab. Der Verband überprüfte die Prioritäten für das kommende Jahr und veranstaltete einen Workshop zur Umsetzung des Digital Music Plan sowie zu aktuellen Entwicklungen in der Branche.
Als zentrale Schwerpunkte wurden Impalas Programm zum Ausbau digitaler Kompetenzen sowie die Themen Chancengleichheit, Vielfalt und Inklusion hervorgehoben. Auch die Entwicklung der Märkte in Mittel- und Südosteuropa spielte eine wichtige Rolle. Zudem unterstrichen die Mitglieder die Bedeutung eines vielschichtigen Ansatzes im Umgang mit KI sowie der Unterstützung des Sektors beim Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit – etwa durch Impalas kostenlosen CO2-Rechner.
Bereits zuvor in der Woche wurde das Programm anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Verbands unter dem Motto #WhyIndependentsMatter mit einer neuen Ausgabe der Interviewreihe „Faces Of The Independent Sector“ fortgesetzt. Zu Wort kam dabei Mariana Voronina, CEO und Miteigentümerin von Best Music und Mitglied des ukrainischen Musikunternehmensverbands SPILNA.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung würdigte Impala zudem Patrick Zelnik, den ehemaligen Präsidenten des Verbands sowie Gründer und Präsidenten von Naïve, mit einer Auszeichnung für herausragende Verdienste („Outstanding Contribution Award“). „Patrick Zelnik war ein engagierter Unterstützer der Arbeit von Impala und setzte sich nachdrücklich für kulturelle Vielfalt, fairen Wettbewerb und einen gut funktionierenden digitalen Markt ein. Er trug maßgeblich dazu bei, sowohl in Europa als auch in Frankreich ein positives Narrativ über den wirtschaftlichen Beitrag der Kultur – und insbesondere kleiner und mittlerer Kulturunternehmen – zu etablieren“, teilt der Verband mit.
Die IMPALA-Mitglieder hießen neue Verbände aus Griechenland und Lettland willkommen und dankten zudem Larry Bringsjord. Er schied nach 25 Jahren aus dem Impala-Vorstand aus, wo er den norwegischen Verband FONO vertreten hatte. „Ein besonderer Dank gilt Carlotta Scioldo (Impala-EU-Projektmanagerin), Nóirín Ní Earcáin und Ellen Larkin (irische Regierung), Corinne Sadki (Centre National de la Musique, Frankreich; European Music Exporters Exchange), Jorge Sanz Gonzalez (Europäischer Investitionsfonds), Arnaud Pasquali (Europäische Kommission, GD EAC) sowie Maciej Szymanowicz (Europäische Kommission, GD CNECT) für ihre Teilnahme und ihre wertvollen Einblicke“, so Impala. „Ein herzlicher Dank geht zudem an Angela Dorgan und das gesamte Team der Ireland Music Week sowie an Colm Hanley, Ciaran Conroy und Joe Clarke von AIM Ireland für ihre Gastfreundschaft und die Ermöglichung der verschiedenen IMPALA-Treffen.“
Dario Draštata, Impala-Vorsitzender, Präsident von RUNDA Adria und Geschäftsführer von Dallas Records, erklärte: „Einer der Schwerpunkte von IMPALA in diesem Jahr liegt auf Finanzierungsmöglichkeiten für den unabhängigen Sektor, um sicherzustellen, dass dieser sein volles wirtschaftliches und kulturelles Potenzial entfalten kann. Im Rahmen unseres Mandats werden wir uns zudem weiterhin auf die Weiterentwicklung der Region Mittel- und Osteuropa konzentrieren.“
Impala-Präsidentin Francesca Trainini, Vizepräsidentin des italienischen Verbands PMI, fügte hinzu: „Impala setzt sich weiterhin dafür ein, den Streaming-Markt fairer, transparenter und vielfältiger zu gestalten. In unserem ‚Digital Music Plan‘ schlagen wir konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung von Streaming-Betrug und der Verwässerung durch KI-Inhalte vor. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der gesamten Branche, um gemeinsam pragmatische Lösungen zu finden.“
Geert De Blaere, Schatzmeister Impala und Vertreter des belgischen Verbands BIMA, kommentierte: „Unsere Arbeit im Finanzbereich hat entscheidende Lücken aufgezeigt, die wir gemeinsam angehen müssen. Als unabhängige Unternehmen verfügen wir über das Talent und den Tatendrang, Innovationen voranzutreiben; wir setzen uns weiterhin für ein stärker koordiniertes Vorgehen in ganz Europa ein, um die Risikobereitschaft und das Wachstumspotenzial der Branche zu maximieren.“
Colm Hanley, Geschäftsführer von AIM Ireland, erklärte: „Es war uns eine Freude, während der Ireland Music Week IMPALA-Mitglieder, Branchenvertreter und politische Entscheidungsträger der EU in Dublin willkommen zu heißen. Dieser Gipfel bietet eine hervorragende Plattform, um die drängendsten Anliegen des Independent-Sektors zu erörtern – darunter Finanzierung, Urheberrecht und KI.“
Helen Smith, Chair Impala, fasste zusammen: „Dies ist ein bedeutender Moment für Impala, da wir in diesem Jahr unser 25-jähriges Bestehen feiern; es ist zudem ein hervorragendes Beispiel dafür, warum unabhängige Unternehmen so wichtig sind. Unser Gipfel bot Gelegenheit, auf die erreichten Meilensteine zurückzublicken, die gemeinsame Zukunft zu planen und auch an den Beitrag eines unserer Gründer, Patrick Zelnik, zu erinnern. Wir danken AIM Ireland und der Ireland Music Week dafür, dass sie das Impala-Netzwerk nach Dublin geholt haben, sowie unseren Mitgliedern, Freunden und der EU für ihre anhaltende Unterstützung.“






