Recorded & Publishing

IMPALA begrüßt EU-Parlamentsbericht zur Kulturförderung

Der europäische Verband unabhängiger Musikunternehmen, Impala, befürwortet den Entwurf eines Reports zum künftigen AgoraEU-Programm. Dieses soll ab dem Jahr 2028 die bestehende Strategie unter dem Namen Creative Europe für die Kultur- und Kreativwirtschaft ablösen.

Der Report der EU-Parlamentsberichterstatterinnen Emma Rafowicz und Alice Kuhnke schlägt unter anderem einen eigenen Musikstrang vor, um strukturelle Ungleichgewichte entlang der Wertschöpfungskette der Musikbranche zu beheben.

Helen Smith, Executive Chair bei Impala, würdigt in einem Statement den Vorstoß des EU-Parlaments. Sie bezeichnet einen dedizierten Musikstrang als langjährige Forderung der Branche und kommentiert: „Der derzeit vorgeschlagene Haushalt für den Musikbereich ist ein guter Ausgangspunkt, muss jedoch aufgestockt werden, wenn wir das Potenzial dieses Sektors ausschöpfen wollen.“

Das Europäische Parlament schlägt vor, knapp die Hälfte des finanziellen Rahmens für AgoraEU auf die Kultur-, Musik- und Medienstränge des Kulturprogramms zu verteilen. Dabei sollen mindestens 15 Prozent dieses Budgets dem Musikstrang zugutekommen.

„Der Bericht konzentriert sich zu Recht auf die Stärkung von Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Unabhängigkeit der Musikbranche und zielt darauf ab, Marktkonzentration, die Macht digitaler Plattformen und die Herausforderungen durch KI anzugehen“, erläutert Impala-Chefin Smith.

Auch die Auffindbarkeit europäischer Werke, den Zugang zu finanziellen Mitteln für Indie-Unternehmen sowie kleinere und mittelgroße Firmen, aber auch Fragen zu Gleichstellung, Diversität und Nachhaltigkeit greift der Bericht auf. Den Vorschlag für ein European Music Observatory bezeichnet Smith als längst überfällig und deckungsgleich mit den Prioritäten der Branche.

Zudem sehe der europäische Dachverband der Indies das Papier im Einklang mit dem eigens kürzlich veröffentlichten Aktionsplan namens „European Industrial Policy For Culture“. Die weiteren Schritte in Sachen AgoraEU wolle Impala nun aktiv begleiten.