Recorded & Publishing

HMV will Virgin

Obwohl HMV in den letzten Monaten keine berauschende Geschäftsentwicklung verzeichnen konnte, ist der britische Musikfachhändler an Zukäufen interessiert. Angeblich gab es Verhandlungen zwischen HMV und Virgin über einen Verkauf von Megastores.

Obwohl die HMV Group in den letzten Monaten keine berauschende Geschäftsentwicklung verzeichnen konnte, ist der größte britische Musikfachhändler offenbar an Zukäufen interessiert. Angeblich gab es in den letzten Wochen Verhandlungen zwischen HMV und der Virgin Group über einen Verkauf von einzelnen Megastores. Die „Financial Times“ berichtet derweil, die HMV Group sei nur an Teilen der Virgin-Geschäfte interessiert.

Zuletzt soll es vor 14 Tagen Gespräche zwischen den Mitbewerbern gegeben haben. Diese seien jedoch an unterschiedlichen Auffassungen bezüglich der Bewertung der Megastores und den strukturellen Details des erwogenen Verkaufs gescheitert.

Zudem würde ein derartiges Geschäft die Kartellwächter in Großbritannien auf den Plan rufen: HMV ist die Nummer eins unter den Facheinzelhändlern, Virgin Nummer zwei. HMV kämpft allerdings seit Monaten mit der Absatzflaute im Tonträgergeschäft und musste Anfang des Jahres eine Gewinnwarnung veröffentlichen. Am 28. Juni will das Unternehmen seine Jahresbilanz vorlegen. Für die Beobachter lässt diese nichts Gutes erwarten: Der Gewinn wird vermutlich nur 48 Mio. Pfund (71,3 Mio. Euro) bei einem Umsatz von 1,9 Mrd. Pfund (2,8 Mrd. Euro) betragen.

Mehr zum Thema