Der Heise-Verlag will eine Abmahnung der Musikbranche, die sich gegen einen Onlinebericht über Tools zur Umgehung von Kopierschutzsystemen richtet, nicht hinnehmen. Der Artikel enthalte keine Anleitung, Kopierschutzmaßnahmen zu umgehen, und mache auch keine Werbung für solch eine Software, heißt es aus dem Hause Heise. Zudem werde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Nutzung solcher Tools in Deutschland verboten sei. „Einen Link auf die Webpräsenz des Herstellers zu setzen, ist in der Online-Berichterstattung eine Selbstverständlichkeit, und angesichts der Tatsache, dass unsere Leserinnen und Leser Internetsuchmaschinen kennen und bedienen können, ohnehin belanglos“, findet Christian Persson, Chefredakteur von „heise online“. „Es muss doch gerade auch im Interesse der Rechteinhaber von Software, Filmen und Musik liegen, rechtzeitig über die Untauglichkeit von Kopierschutztechniken informiert zu werden.“
Der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft hatte dem Verlag zuvor eine Abmahnung schicken lassen. Ein Beitrag über die Any-DVD-Software des in der Karibik ansässigen Herstellers SlySoft verletze die Rechte der Musikunternehmen, erklärte der Phonoverband.





