“Deutlich besser als erwartet“ lief das Weihnachtsgeschäft laut Jörg Tollkötter, Inhaber von Jörgs CD-Forum in Münster. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legte er im zweistelligen Prozentbereich zu. „Die Superstars schnitten allerdings schlechter als geplant ab, während sich andere Themen wie das aktuelle Album von Diana Krall bei mir besser als erwartet verkauften. Im Fachhandel laufen die mittleren Themen einfach besser“, meint Tollkötter.
„HMV Deutschland hat mit einem Plus zum Dezember des Vorjahres abgeschlossen, somit haben wir unseren Trend des letzten Jahres auch im Weihnachtsgeschäft fortsetzen können“, erklärt Carsten Wien, Product Manager der Oberhausener HMV-Zentrale. „Bedingt durch die allgemeine Marktsituation können wir dies auch als Erfolg unseres Konzepts ansehen. Besonders hervorheben möchte ich, wie bestimmt alle anderen Wettbewerber auch, den immensen Erfolg von Robbie Williams, der von der Qualität der Abverkäufe alle anderen Titel weit hinter sich ließ. Mehr Titel mit einem ähnlich hohen Zuspruch quer durch alle Altersgruppen würden der Zukunft der Branche sicherlich gut tun.“
„Ich habe im Dezember ein Minus von neun Prozent zum Vorjahr verbucht“, stellt dagegen Ben Ijzendoorn, Inhaber von Ohrwurm Records in Miltenberg/M., fest. „Das ist ein Rückschritt.“ Über das gesamte Jahr sei sein Minus allerdings geringer ausgefallen. „Musik-DVDs liefen hervorragend, diesen Bereich möchte ich weiter ausbauen.“ Zu den Rennern zählten dabei Robbie Williams und Pur. Ijzendoorn hofft, das das Geschäft 2002 besser läuft und erwartet positive Tendenzen durch die Euro-Umstellung: „Der erste Tag lief schon besser als im Vorjahr.“
Bei Hugo Heinzen, Inhaber der aktiv Musik Plattenkiste in Bad Neuenahr mit einer zweiten Filiale in Rheinbach, meint: „Das Weihnachtsgeschäft war okay, wir haben unser Vorjahresergebnis erreicht. Kurz vor den Feiertagen fingen auch die DVDs an zu laufen, vor allem Musik-DVDs. Hier hatten wir viel in den Bestand hereingenommen und auch gut verkauft.“ Zu den Hits in diesem Segment zählten DVDs von Robbie Williams und AC/DC. Das Jahresergebnis der beiden Filialen sei ausgeglichen, Zuwächse in der jüngeren Filiale hätten ein leichtes Minus im Hauptgeschäft ausgeglichen.
Nach Auskunft von Robbie Verheijden, Abteilungsleiter bei expert Ostheimer, dem europaweit größten expert-Outlet, lief das Weihnachtsgeschäft „überragend. Wir haben zugelegt, obwohl sich die CD-Brennerei bemerkbar macht. In der Innenstadt wäre es allerdings noch besser gelaufen.“ Laut Verheijden „kommen rund 60 bis 70 Prozent unserer Kunden aufgrund unserer CD-Preise ins Geschäft“. Außerdem sei die Nachfrage nach Musik-DVDs stark gewachsen. Allein 200 Exemplare der DVD von Robbie Williams konnte er verkaufen. „Dieses Segment bekommt in diesem Jahr mit Sicherheit einen noch größeren Schub. Ich musste den Bereich auf 50 Regalmeter aufstocken.“ Außerdem sei auch ein zunehmendes Interesse der Kunden an Themen wie der SACD und der DVD-Audio festzustellen.
Positiv blickt auch Alex Markgraf vom aktiv Plattenstübchen Geisenheim auf das Saisongeschäft zurück: „Wir liegen vor allem durch die günstige Witterung auf Vorjahresniveau.“ Als weiteren Grund nennt er die starken Verkäufe von Robbie Williams, die die Zahlen der Beatles im Vorjahr ausgeglichen hätten. „Mit einem starken Michael Jackson wäre sogar ein Plus zu erreichen gewesen.“






