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Gerüchte um Bertelsmanns Musikgeschäft

Zwei Tage nach der Präsentation der Bertelsmann-Jahresbilanz tauchen erneut Spekulationen über die Zukunft von Sony BMG auf. Der Medienkonzern erwäge demnach den Verkauf der Musiksparte. Mit dem Erlös soll der Unternehmensanteil von GBL zurückgekauft und ein Börsengang verhindert werden.

Zwei Tage nach der Präsentation der Bertelsmann-Jahresbilanz tauchen erneut Spekulationen über die Zukunft von Sony BMG auf. Der Medienkonzern erwäge demnach den Verkauf der Musiksparte oder anderer Aktivitäten, an denen Bertelsmann keine 100 Prozent hält. Mit dem Erlös soll danach der 25,1-prozentige Unternehmensanteil, der in Besitz der Groupe Bruxelles Lambert (GBL) ist, zurückgekauft und ein Börsengang des Bertelsmannkonzerns verhindert werden. Gerüchte dieser Art gibt es bereits seit Wochen, doch die Konzernleitung in Gütersloh hat sich bislang nicht dazu geäußert.

Am Rande der Bilanzvorstellung erklärte Vorstandschef Gunter Thielen lediglich, dass Bertelsmann seine Unternehmensbereiche regelmäßig von Dritten durchchecken lasse. Die sei auch der Grund, warum derzeit die Wirtschaftsprüfer von Boston Consulting im Haus sind. Über konkrete Pläne zu bevorstehenden Veräußerungen sagte Thielen jedoch nichts: „Ich kann mir das alles gar nicht vorstellen“, zitiert ihn die „Süddeutsche Zeitung“.

Laut einer Schätzung von Goldman Sachs ist der nichtbörslich gehandelte GBL-Anteil rund 3,5 Mrd. Euro wert. Bertelsmanns Hälfte von Sony BMG soll zusammen mit BMG Music Publishing 1,6 Mrd. Euro Marktwert haben, laut dem Magazin „Forbes“ könnten jedoch allein die 50 Prozent des Majors einen Verkaufspreis zwischen 1,5 und 2,0 Mrd. Euro erzielen.

Zudem hat Bertelsmann rund eine Mrd. Euro für Zukäufe und zusätzliche Investitionen auf der hohen Kante. Derzeit ist jedoch noch nicht klar, wie die GBL mit ihrem Anteil verfahren will. Eine Entscheidung darüber wird für den 23. Mai erwartet – einen Tag nach der Jahreshauptversammlung von Bertelsmann.

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