Wegen eines Rückganges im Tonträgerbereich muss die GEMA beim Geschäftsbericht 2004 erstmals seit den 80er-Jahren einen Ertragsrückgang hinnehmen. Die Gesamterlöse sind trotz gestiegener Erträge im Aufführungsrecht von 813,6 Mio. auf 806,2 Mio. Euro gesunken.
Der Ertrag aus der Tonträgerindustrie sank von 245,7 Mio. auf 208,4 Mio. Euro, das sind 36,7 Mio. Euro oder 15,2 Prozent weniger. Dagegen konnte die Verwertungsgesellschaft im Bereich Außendienst die positive Ertragsentwicklung der vergangenen Jahre fortführen. Hier stiegen die Erträge um 11,2 Mio. Euro oder 4,6 %. Und auch die Erträge im Bereich Rundfunk und Fernsehen kletterten um 11,8 Mio. Euro oder 5,4 Prozent nach oben. Dafür sank die Ausschüttungssumme von 694,1 Mio. im Jahr 2003 auf 690,2 Mio. Euro im vergangenen Jahr.
Prof. Dr. Reinhold Kreile, Vorsitzender des Vorstands der GEMA, kommentiert: „Die GEMA hat in einem zweifellos sehr schwierigen Geschäftsjahr ein noch zufrieden stellendes Ergebnis für die Musikautoren erzielen können. Trotz der rückläufigen Gesamterträge hat das Kostenmanagement der GEMA seine Effizienz nachdrücklich unter Beweis gestellt, so dass die GEMA ihre Spitzenposition unter den internationalen Verwertungsgesellschaften behaupten konnte.“
Die negative Entwicklung des Tonträgermarktes, der etwas über ein Viertel des Gesamtaufkommens der GEMA ausmacht, habe sich auch im Geschäftsjahr 2004 fortgesetzt, teilt die GEMA mit und erklärt: „Zudem wurde der Rückgang des CD-Absatzes überschattet vom Konflikt mit der Phonoindustrie über die Höhe der Tonträgervergütung. Wegen dieses Rechtsstreits musste die GEMA Rückstellungen bilden.“






