Kürzlich veröffentlichte der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) sein Jahrbuch „Musikindustrie in Zahlen 2025“. Darin bestätigt der Branchenverband fürs abgelaufene Jahr das bereits Ende Februar gemeldete Umsatzplus in Höhe von 2,3 Prozent bei Einnahmen der Plattenfirmen in Höhe von 2,42 Milliarden Euro nach Endverbraucherpreisen und inklusive Mehrwertsteuer. Zumindest die Inflationsrate, die das Statistische Bundesamt für 2025 im Jahresdurchschnitt auf 2,2 Prozent taxiert, konnte die Recorded-Branche hierzulande somit im Gesamtjahr knapp übertreffen.
Darüber hinaus liefert das BVMI-Jahrbuch auch einen Ausblick auf den Zeitraum bis Ende 2028: „Die Marktexpert:innen“, so heißt es da, „gehen in ihrer Frühjahrsprognose davon aus, dass sich der Markt für Musikverkäufe in Deutschland auch in absehbarer Zeit positiv entwickeln wird, allerdings etwas weniger dynamisch als 2025 angenommen.“ Beim BVMI rechnet man auf Basis der von den Charts-Ermittlern von GfK Entertainment erarbeiteten Zahlen für die nächsten drei Jahre mit Wachstumsraten „auf ähnlichem Niveau“ wie 2025.
Ein Überschreiten der Umsatzmarke von 2,6 Milliarden Euro sei daher erst für 2028 zu erwarten. Zur Erinnerung: Das Erreichen dieses Werts hatte der BVMI in seinem zwölf Monate zuvor veröffentlichten Papier bereits für Ende 2027 in Aussicht gestellt. Angesichts der vielschichtigen Krisenlage aber streckt der Branchenverband seine Wachstumsziele nun ein wenig.
Fürs Streaminggeschäft rechnet man beim BVMI bis 2028 mit Zuwachsraten „im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich“; für 2025 lag das das Umsatzplus in diesem Bereich bei 4,1 Prozent.
2028, so prognostiziert der Branchenverband, werde das Streaming für bis zu rund 90 Prozent der branchenweiten Recorded-Einnahmen sorgen, der Verkauf von Tonträgern wie CDs und LPs soll dann noch für „etwas mehr“ als zehn Prozent stehen. 2025 lag der physische Marktanteil noch bei 14,2 Prozent.






