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FCC beginnt mit Payola-Ermittlungen

Die US-Medienaufsichtsbehörde FCC macht ihre Ankündigung wahr und befasst sich nun auch mit dem Payola-Skandal. Sollte man belastendes Material finden, drohten Sendern drastische Strafen bis hin zum Lizenzentzug, erklärte FCC-Chairman Kevin Martin.

Die US-amerikanische Medienaufsichtsbehörde FCC (Federal Communications Commission) macht ihre Ankündigung wahr und befasst sich nun auch mit dem Payola-Skandal um Radiosender und Plattenfirmen. Sollte man belastendes Material finden, drohten Sendern drastische Strafen bis hin zum Lizenzentzug, erklärte FCC-Chairman Kevin Martin.

Spätestens nach der außergerichtlichen Einigung zwischen der Staatsanwaltschaft von New York und Sony BMG habe man bei der FCC erkannt, dass eine landesweite Ermittlung nötig sei, um die möglicherweise noch immer weit verbreitete illegale Praxis von Bestechungen im Radiogeschäft aufzudecken.

Im Gegensatz zu den Ermittlungen von New Yorks Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer wird sich die FCC allerdings eher auf mögliche Regelverstöße bei den Radiosendern konzentrieren, deren Geschäftsbetrieb in den Zuständigkeitsbereich der Bundesmedienaufsicht fällt. FCC-Commissioner Jonathan Adelstein begrüßte die Entscheidung seiner Behörde, zu der er maßgeblich beigetragen hatte. „Der Äther gehört der Öffentlichkeit und nicht dem, der am meisten dafür bezahlt“, sagte Adelstein.

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